19.11.2019 - 12:21 Uhr
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Conrad Electronic meldet Hacker-Angriff

Unbekannte hatten offenbar Zugriff auf knapp 14 Millionen Kunden-Datensätze des Oberpfälzer Elektronik-Riesen. Wie das Unternehmen meldet, ist die Sache offenbar glimpflich ausgegangen - es rät Kunden aber trotzdem zur Vorsicht.

Conrad Electronic ist zum Angriffsziel von Hackern geworden. Passiert ist, so scheint es jedenfalls, nichts.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil

Beim Oberpfälzer Elektronik-Versand Conrad Electronic ist es offenbar zu einer Datenpanne gekommen: Wie das Unternehmen am Dienstag in einer Pressemeldung mitteilt, hatten Unbekannte eine Sicherheitslücke ausgenutzt und dadurch Zugang zu einem Bereich des Conrad IT-Systems bekommen. "Potenziell hätten sie damit offenbar Zugriff auf einen Teil der Kundendaten gehabt", heißt es weiter. Nach gründlicher Untersuchung lägen allerdings keine Hinweise darauf vor, dass der Zugang genutzt wurde, "um Daten missbräuchlich zu verwenden".Sollten durch die Datenlücke Daten entwendet worden sein, könnten beispielsweise E-Mail-Adressen der betroffenen Kunden genutzt werden, um Spam-Mails an sie zu senden. Conrad rät daher grundsätzlich zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit verdächtigen E-Mails, insbesondere, wenn diese dazu auffordern, Anhänge zu öffnen.

Die potentiell betroffenen knapp 14 Millionen Kundendatensätze der Conrad-Gruppe umfassen Post- und teilweise E-Mail-Adressen sowie Fax- und Telefonnummern und bei knapp einem Fünftel der betroffenen Datensätze auch die Internationale Bankkontonummer Iban. „Wegen des unerlaubten Eindringens in unsere IT haben wir unverzüglich Strafanzeige beim Landeskriminalamt gestellt und sofort das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht über den Vorfall informiert. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um den Vorgang aufzuklären und erforderlichenfalls weitere notwendige Konsequenzen zu ziehen“, erklärt Tilman Scherer, verantwortlich für die Unternehmenssicherheit bei Conrad Electronic.

Die IT-Experten des Unternehmens hätten die Sicherheitslücke im System bereits identifiziert und geschlossen, heißt es in der Mitteilung weiter. „Die Sicherheit unserer Kunden und ihrer Daten ist uns sehr wichtig. Wir bedauern sehr, dass es zu dieser Datenpanne gekommen ist und bitten unsere Kunden aufrichtig um Entschuldigung“, so Werner Conrad, CEO Conrad Electronic.

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