Nussig und bitter - das passt gut

Eine gelungene Kombination ist Topinambur mit Endiviensalat, meint Alexander Alt, Mitarbeiter von Oberpfalz- Medien und begeisterter Koch. Er hat drei Gerichte aus Markusine Guthjahrs Buch "Von Frühlingskräutern bis zum Wintergemüse" probiert.

von Sandra Schmidt Kontakt Profil

Alexander Alt, Produktmanager digitale Innovationen bei Oberpfalz-Medien, liebt das Kochen. Und Freunde und Familie lieben es, wenn sie seine Kreationen kosten dürfen. So nimmt Alexander Alt selbstverständlich gerne die Herausforderung an, ein Menü aus dem Kochbuch "Von Frühlingskräutern bis zum Wintergemüse - Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten" von Markusine Guthjahr zusammenzustellen und auszuprobieren. Die Wahl fällt leicht: Etwas mit Topinambur soll es sein, vielleicht auch Brennnesseln?

In die Natur zum Sammeln schafft es der Hobbykoch dann doch nicht. So stehen ein Gang zum Wochenmarkt und in den Supermarkt des Vertrauens an. Die Zutaten sind schnell und problemlos erworben. Es gibt: als Vorspeise einen Endivien-Salat mit Topinambur, als Hauptgang eine Möhrenpfanne mit Putenschnitzel ("ein bisschen Fleisch muss schon sein") und als Nachspeise einen Apfelkuchen.

Mit Sahne und Eis

Als erstes steht die Zubereitung des Apfelkuchens á la Markusine Guthjahr auf dem Küchenplan. Die Kräuterexpertin und Landfrauenberaterin schwört auf gesunde Küche und frische Zutaten. "Er schmeckt auch sehr gesund", berichtet Alexander Alt schmunzelnd vom Ergebnis, lobt aber auch die "schöne Idee" einen Apfelkuchen mit Mandeln, Haferflocken und Vollkornmehl zu backen. "Ein bisschen durchgezogen schmeckt er noch besser als ganz frisch", rät der 40-Jährige. "Und mit etwas mehr Äpfeln als angegeben ist er noch fruchtiger." Wer den Apfelkuchen als Nachtisch reichen möchte, sollte etwas Sahne und/oder Vanilleeis dazu servieren. Ein kleines Stück reiche aus. "Er macht recht satt." Alexander Alt empfiehlt den Apfelkuchen eher zum gemütlichen Kaffeeklatsch. Spannend findet der Wunsiedler den Endiviensalat mit Topinambur. "Ich hatte Topinambur bisher erst einmal zubereitet und da war er gekocht." In diesen Salat kommen die Knollen roh, geraspelt und mit Schale. "Ich wusste gar nicht, dass man sie mitessen kann." Von der Kombination der Aromen schwärmt Alexander Alt. "Die rohe Topinambur schmeckt leicht nussig, der Endiviensalat leicht bitter." Das geht gut zusammen. Um das Nussige der Knolle noch etwas zu unterstützen, wählt er ein Haselnussöl für das Dressing. Er empfiehlt außerdem, den Salat "etwas länger" durchziehen zu lassen. "Das muss sich entwickeln." Topinambur ist sättigend, deswegen könnte der Salat auch gut als Hauptgericht gelten. "Wir haben noch ein bisschen Räucherfisch dazu serviert", sagt Alexander Alt. "Geräucherter Lachs und Forelle, oder auch Makrele, das passt gut dazu." Ein Weißwein kommt in die Gläser. "Nicht zu süß, eher trocken."

Mandelreis als Beilage

Als Hauptgericht gibt es die Möhrenpfanne mit Putenschnitzel. Als Beilage dazu empfiehlt Markusine Guthjahr in ihrem Buch Reis. Alexander Alt zaubert schnell in seiner Küche einen "Achtziger-Jahre-Mandelreis mit Butter". "In den gekochten Reis kommen zwei bis vier Esslöffel zerlassene Butter und zwei bis drei Esslöffel angeröstete Mandelblättchen." Für die Möhrenpfanne verwendet er helle Sojasoße ("im Rezept ist das nicht genau definiert"), weil die Farbe des Gemüses so schöner bleibe. Die Putenstreifen werden laut Rezept nur mit Salz, Pfeffer und Sojasoße gewürzt und abgeschmeckt. "Ich könnte mir auch gut noch Ingwer dazu vorstellen. Oder Knoblauch." Guten Appetit!

Nächsten Samstag, 16. November, lesen Sie die letzte Folge: "Wilder Schnittlauch grünt im Winter" - der Frischekick mit Kräutern und Sprossen.

Rezept: :

Endiviensalat mit Topinambur

Zutaten:

1 kleiner Kopf Endiviensalat

5 frische Champignons

1 bis 2 Topinamburknollen (zirka 150 Gramm)

1 Zitrone

2 Esslöffel kaltgepresstes Öl

Kräutersalz

frisch gemahlener Pfeffer

1 Prise Zucker

Schnittlauch und andere Salatkräuter - je nach Jahreszeit

Zubereitung:

Salatmarinade herstellen aus Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Zucker. Topinambur waschen und sofort in die Marinade raspeln, um ein Verfärben zu verhindern. Dann den Endiviensalat putzen, waschen und in Streifen schneiden. Die Champignons in dünne Scheiben schneiden. Alle Zutaten gut vermischen, kurz durchziehen lassen und mit frischen Kräutern bestreuen.

Rezept::

Möhrenpfanne mit Putenschnitzel

Zutaten:

1 Kilogramm Möhren

4 Zwiebeln

4 kleine Putenschnitzel

3 Esslöffel Olivenöl

5 Esslöffel Sojasoße

Salz und Pfeffer aus der Mühle

1 Bund Petersilie

Zubereitung:

Möhren waschen, schälen und grob raspeln. Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Putenschnitzel in Streifen schneiden und im heißen Olivenöl anbraten. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen. Dann die Möhren und Zwiebeln unter häufigem Wenden anbraten und das Fleisch wieder dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Sojasoße gut abschmecken, umrühren und kurz dünsten. Mit gehackter Petersilie garnieren. Beilage: Reis.

Tipp: Statt Putenschnitzel kann auch Schweineschnitzel verwendet werden.

Rezept::

Apfelkuchen

Zutaten:

600 Gramm Äpfel

Saft einer Zitrone

40 Gramm Butter

50 Gramm Zucker

50 Gramm Rosinen

50 Gramm gehobelte Mandeln

1 Prise Zimt

Für den Rührteig:

3 Eier

150 Gramm Butter

100 Gramm Zucker

125 Gramm feine Haferflocken

75 Gramm Mehl (Type 1050)

1 Päckchen Vanillezucker

1 Teelöffel Backpulver

1 Prise Salz

Zubereitung:

Äpfel waschen, schälen, zerkleinern und mit Zitronensaft beträufeln. Weich dünsten und abkühlen lassen. Butter, Zucker, Zimt, Rosinen und Mandeln untermischen. Für den Rührteig Butter mit Zucker und Eiern schaumig rühren. Vanillezucker, Mehl, Backpulver und die Haferflocken unterrühren. Drei Viertel des Teigs in eine gefettete Springform füllen. Die Apfelfüllung darauf verteilen und vom Rest des Teigs kleine Häufchen auf die Füllung setzen. Im Backofen auf der mittleren Schiene bei etwa 190 Grad Celsius etwa 50 bis 60 Minuten backen. Der Kuchen kann mit Puderzucker bestreut oder mit einer Zitronenglasur verziert werden.

Zu Teil 1 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Königstein

Zu Teil 2 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Oberpfalz

Zu Teil 3 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Oberpfalz

Zu Teil 4 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Weiden in der Oberpfalz

Zu Teil 5 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Wurz bei Püchersreuth

Zu Teil 6 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Königstein

Zu Teil 8 der Serie "Aus der Speisekammer der Natur":

Königstein

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