13.03.2017 - 17:38 Uhr
EslarnOberpfalz

Starkbierfest in Eslarn mehr als ein Hit Poltern zur Polka

Eine voll besetzte Schulturnhalle und ein prächtiges Unterhaltungsprogramm machen das Starkbierfest in Eslarn zu einem Erfolg. "Man merkt, dass die Feuerwehren in der Region an einen Strang ziehen und fest zusammenhalten", kommentiert ein Gast.

Erstmals ins Rampenlicht traten zweiter Bürgermeister Georg Zierer als Festleiter und eine Auswahl fesch gekleideter Festmädchen. Zierer wies auf das 150-jährige Feuerwehrjubiläum vom 6. bis 8. Juli 2018 hin und stellte die hübschen jungen Damen mit der Festbraut Lisa Wagner vor. Bilder: gz (2)
von Karl ZieglerProfil

(gz) Das "Islouer" Starkbierfest ist eine Gemeinschaftsproduktion der Feuerwehr und der Blaskapelle "Schlossberger". Pünktlich um 20 Uhr hieß es am Samstag beim symbolischen Fass-Anstich durch Vorsitzenden Jürgen Bösl "O'zapft is". In die Reihen der zahlreichen Abordnungen der regionalen Feuerwehren und örtlicher Vereine mischten sich viele Gäste.

Nach dem Willkommensgruß von Kapellmeister Albert Grießl zogen die Instrumentalisten mit bayrisch-böhmischer Musik all ihre Register und präsentierten mit Märschen und Polkas einen Auszug aus ihrem reichlichen Repertoire. An diesem Abend hätte auch Komponist Ernst Mosch mit seinen Original Egerländer Musikanten seine Freude nicht verbergen können. Die unermüdlich aufspielenden "Schlossberger" begrüßten musikalisch die vielen Gäste und mit dem "Eslarner Marsch" ihre Heimat. Das Lied untermalte mit Gesang nicht nur das harmonische Duo Lisa Grießl und Norbert Roßmann, sondern selbst der musikalische Leiter Manfred Wild stimmte in die "Lobeshymnen an die Heimat" mit ein.

Gerichtliche Nachbeben

Ein weiterer Höhepunkte war der Auftritt der "Islouer Feierwehrkapelln" mit ihrem Musikkommandanten Fabian Wild. Im Sträflingskostüm und mit Pappschildern erinnerten Wild und die Musiker an das gerichtliche Nachbeben nach dem Auftritt aus dem Vorjahr. "Drum raten wir euch jetzt, werdet klug, weil vom blöden Gred haben wir genug. Und wenn man was anstellt, muss man hinterher auch das bisschen Kritik vertragen."

Mit "Freispruch" und der Verwandlung in einem feschen Feuerwehrmann in historischer Uniform ging die Kapelln zur Tagesordnung über und präsentierte humorvolle Sprüche und flotte Melodien. Der "Chef der Musiker" stellte die Altgedienten und Neuankömmlinge seiner "ungestümen" Truppe namentlich vor. Beim "Derblecken" und bei den Gstanzln blieben auch die Feuerwehrkameraden aus der Feierwehrkapelln nicht unverschont. Erinnert wurde an einen Schlauchbrand und an einen Aktiven auf Abwegen.

Mit dem Spruch "des worst scho du" kommentierten die Kapellenmitglieder den unfreiwilligen Abstieg eines Nachtschwärmers aus den Kellerkatakomben von "Mike" in den Tiefbau. Einen Vergleich zum Flughafenbau in Berlin zog Wild mit der mehrmals verschobenen Eröffnung einer Metzgerei und mit dem "Nachbeben" an einer Haus- und Gartenmauer beim Straßenbau. Um die Starkbierredner zu besänftigen, füllte zweiter Bürgermeister Georg Zierer nach der musikalischen Aufforderung "es gibt kein Bier im Saal" die Truppe mit Freibier ab, ohne zu wissen, das Alkohol bekanntlich noch mehr die Zunge löst.

Dass das Bier in Eslarn einiges bewegen kann und der Sudkessel ein für das Brauen unabkömmliches Handwerkszeug ist, zeige in Kürze die "Zeche für eine vier Meter hohe komische Skulptur". Nicht fehlen durfte ein nicht ganz gelungener Feuerwehreinsatz mit dem Fahrrad, ein Spielzeug als vermeintliche Bombe auf einem Feld und ein in der feuchten Wiese versunkenes Polizeiauto ohne "Stoßstanga", die sich beim Rettungsversuch an den Bulldog schmiegte. "Dai Islouer hom nu zweng Erfahrung dabei, dein Freund und Helfer klappt halt nur bei der Polizei", hieß es dabei.

Musikalisches Können

Zwischendurch bewies die ungewöhnliche Musiktruppe mit dem Fuhrmannsmarsch und "Mein Heimatland" viel Können. Die humorvollen Darbietungen belohnten die Gäste mit begeistertem Beifall und Zugaberufen. Am Ende konnten unermüdliche Zeitgenossen in einem Barzelt im Pausenhof die feuchtfröhliche Veranstaltung fortsetzen.

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