26.02.2020 - 14:30 Uhr
AmbergOberpfalz

Kehraus bei der Narrhalla Rot-Gelb Amberg: Prinz mit eigenem Zepter erschlagen

Der Faschingsendspurt hatte es für die Narrhalla Rot-Gelb wieder in sich: Viele Auftritte waren zu bewältigen. Dabei erwies sich der Ostbayerische Faschingszug in Regensburg als Höhepunkt. Doch dann kam alles so, wie es kommen musste.

von Autor ZIGProfil

Nach unzähligen Auftritten der Narrhalla fand die närrische Zeit beim traditionellen Kehraus im Pfarrsaal von St. Michael ihren Abschluss. Mit andern Worten: Der Prinz musste um Mitternacht das Zeitliche segnen. Zuvor hatten die Freunde des fastnachtlichen Brauchtums noch einmal ausreichend Gelegenheit, sich auf der Tanzfläche auszutoben. Die Band "Ernst und Leo" sorgte für die passende Begleitung: Alle musikalischen Wünsche wurden erfüllt.

Spektakuläre Michl-Boys

Am späten Faschingsdienstag wartete die Narrhalla ein letztes Mal in dieser Saison mit ihrem gesamten Tanz- und Showprogramm auf. Die Kindergarde und das Funkenmariechen präsentierten ihren Schautanz ebenso wie die Jugendgarde. Die Candygirls aus der Schautanzgruppe ergänzten das Programm. Die Crew der gecharterten Airline bildeten die Michl-Boys aus der Pfarrei St. Michael. Das inzwischen nicht nur bei Insidern bekannte Männerballett brachte die Stimmung im Saal zum Kochen.

Kurz vor Mitternacht präsentierte sich der gesamte Hofstaat zum allerletzten Auftritt in dieser Saison vor die Bühne. Narrhalla-Vizepräsidentin Helga Keck übergab das letzte Wort an Prinz Thomas II.: "Die gute Nachricht ist, dass ich meine Rede vergessen habe." Die "dreifache Rakete" mit dem närrischen Volk war sein letzter Wunsch.

Prinzessin Nicole I. wusste auch nicht mehr, was sie sagen sollte. Nur der dreifach donnernde Schlachtruf "Amberg, oho!" stand nur noch auf der Liste ihrer Lieblichkeit. Nach dem letzten Garde-Exerzieren der Prinzengarde stand der Höhepunkt des Abends an: Der Scharfrichter sollte dem Prinzen ein Ende bereiten. Als Sugardaddy verkleidet, brachte Narrhalla-Präsident Jürgen Mühl in Begleitung eines Candygirls (seine Ehefrau Hildegard) den Prinzen um die Ecke.

Alle aktiven Mitglieder bekamen angesichts der sich in der abgelaufenen Faschingszeit ereigneten Kuriositäten innerhalb der Gesellschaft ordentlich ihr Fett ab. Der Gast der späten Stunde hatte so einige Geschichten im Gepäck und bilanzierte knallhart, was er toll fand und was ordentlich danebengegangen sei. Besonders hatte es der Scharfrichter auf Prinz Thomas II. abgesehen: "Das Hauptproblem ist, dass die Prinzessin ihren Prinzen im Fasching hat, seine Frau hingegen 365 Tage im Jahr."

Trauerzug durch den Saal

Das sollte sich ab sofort ändern. Und so wurde dem Prinzen ein Tod ohne Wiederkehr bereitet, indem er mit seinem eigenen Zepter mit wenigen heftigen Hieben erschlagen wurde. Der Prinz war tot und die Minister trugen ihn auf der Bahre aus dem Saal. Alle Aktiven folgten im Trauerzug und beweinten das Ende der närrischen Zeit.

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