20.01.2020 - 17:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Schwerbewaffnete Polizei am Marktplatz Amberg

In Amberg kommt es auf dem Marktplatz zu einem Polizei-Großeinsatz. Nach eineinhalb Stunden gibt die Polizei Entwarnung.

von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Solche Szenen gibt es normalerweise eher im Fernsehen als in der Innenstadt zu sehen: Am Montagnachmittag rückten sechs, sieben Polizeifahrzeuge an. Die Beamten, verteilt über den gesamten Marktplatz, waren teilweise mit Maschinenpistolen bewaffnet.

Bei den Bürgern, die das Geschehen gespannt verfolgten, entbrannten schnell Gerüchte. Um einen Raubüberfall soll es sich handeln, wollte ein Herr wissen. Eine Pistole soll im Spiel gewesen sein, verkündete eine Frau. Allerdings war bereits am Einsatzort zu vernehmen, dass es sich wohl eher um einen Fehlalarm handelte. Ein Polizeibeamter sprach hörbar von einer „Ente“. Die Szenerie auf dem Marktplatz wirkte so oder so in jedem Fall skurril. Während Gäste in den Cafés am Marktplatz Cappuccinos und Latte Macchiatos tranken, standen vor den Eingängen schwerbewaffnete Beamte. Grund für das massive Polizeiaufgebot in der Innenstadt war ein Hinweis, der bei der Einsatzzentrale der Polizei gegen 16.30 Uhr eingegangen war. Es hieß, dass zwei maskierte Männer in ein Gebäude eingedrungen sein sollen. Allerdings nicht direkt am Marktplatz, sondern im Kommandantengässchen, der Straße hinter den Restaurants der nördlichen Häuserzeile am Marktplatz. Tatsächlich operierten die Einsatzkräfte dort. Von außen war zu erkennen, dass knapp ein Dutzend Beamte das Haus Zimmer für Zimmer durchsuchten. Das Licht war durch die Fenster zu sehen.

Gegen 18 Uhr gab der Einsatzleiter aber endgültig Entwarnung. „Wir haben das ganze Gebäude abgesucht, konnten aber keinerlei Feststellung machen“, erklärte er auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Außerdem trat er den anfangs aufkommenden Gerüchten entgegen: „Von Pistolen oder Bewaffnung war nicht die Rede.“ Von wem der Hinweis an die Einsatzzentrale schließlich kam, bleibt wohl ungewiss. Der Anruf sei zwar nachverfolgt worden, habe aber nicht ermittelt werden können, hieß es noch am Einsatzort.

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