21.01.2020 - 14:21 Uhr
EschenbachOberpfalz

Vereine trauern um Fritz Thurn

Er war ein langjähriger Aktivposten im Eschenbacher Vereinsleben und ein geschätzter Mitbürger: Fritz Thurn hat für immer die Augen geschlossen.

Über Jahrzehnte war Fritz Thurn (im Bild mit Ehefrau Maria) ein engagierter und verdienter Mitarbeiter in örtlichen Vereinen.
von Walther HermannProfil

Viele Jahrzehnte gehörte er zu den aktivsten Mitarbeitern im örtlichen Vereinsleben. Noch im hohen Alter sprühte er vor Vitalität. In bemerkenswerter körperlicher und geistiger Frische feierte er im Kreise der Familie sowie von beruflichen und gesellschaftlichen Weggefährten vor fünf Jahren seinen 90. Geburtstag. Für 7. Februar waren bereits Besuche zu seinem 95. Geburtstag vorbereitet.

Fritz Thurn hatte in Eschenbach das Licht der Welt erblickt und war in der Rußweiherstadt mit vier Geschwistern aufgewachsen. Nach Schule und Lehrzeit bei Schmiedemeister Georg Brunner in Grafenwöhr folgten ab Januar 1943 der Reichsarbeitsdienst in Stade und ein halbes Jahr später der Militärdienst in Bayreuth und in Frankreich. Nach kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft fand Thurn zunächst im Lager Grafenwöhr und anschließend bei der Firma Nicklas Arbeit. Bis zum Ruhestand war er 20 Jahre lang für die Hausdruckerei der Sparkasse verantwortlich.

1947 heiratete Fritz Thurn die Netzabergerin Maria Meier. Zur Familie gehörte bald Tochter Angelika. Nach dem frühen Tod der ersten Ehefrau trat er mit der Grafenwöhrerin Maria Harrer vor den Traualtar. Sie teilte seine große Freude am Garteln.

Der Krieger- und Soldatenkameradschaft trat Thurn 1974 bei. 27 Jahre führte er für sie die Kassengeschäfte. Er war eine treibende Kraft bei Umbau und Neugestaltung der Anlage am Kriegerdenkmal sowie Organisator und Kassier des Vereins bei 18 Bürger- und 15 Backofenfesten. 1996 ernannten ihn seine Kameraden zum Ehrenmitglied. Als höchste Auszeichnung des Bayerischen Soldatenbundes erhielt er 2003 das Großkreuz am Bande. Geradezu legendär sind die Gartenfeste, die die Soldatenkameradschaft in seinem Garten feierte.

Nahezu 20 Jahre lang führte Fritz Thurn auch beim Katholischen Männerverein die Kassengeschäfte. Solange es seine Gesundheit zuließ, nahm er mit seiner Maria an allen Veranstaltungen der Gesellschaft „Frohsinn“ teil, ebenso an den Ruhestandstreffen der Sparkasse.

Die Aussegnung beginnt heute um 17 Uhr am Friedhof. Nach dem Trauergottesdienst am morgigen Donnerstag um 14 Uhr wird der Verstorbene beigesetzt.

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