15.12.2019 - 13:03 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Auf den Markt hereingeschneit

Heftiger Wind, peitschender Regen und dazwischen gewaltige Schneegestöber tobten zur Eröffnung des 15. Friedenfelser Weihnachtsmarktes durch den Ökonomiehof. Doch danach strömten die Besucher in Massen auf das Gelände.

von Bernhard SchultesProfil

"So was gab es hier noch nie", meinten einige der wenigen Besucher bei der offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarktes durch Bürgermeister Gottfried Härtl und Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg vor der Bühne. Mit hochgekrempelten Kragen, dick vermummt und händeringend beschäftigt, den Schirm zu halten, versuchten Gäste die Grußworte zu hören. Wer konnte, versuchte unter den Dachvorsprüngen der Weihnachtsbuden oder des Ökonomiehofes Schutz zu finden.

Bürgermeister Gottfried Härtl dankte den vielen Helfern und Unterstützern der mittlerweile alljährlichen Großveranstaltung. "Lassen sie sich von dem schlechten Wetter nicht abhalten und genießen sie das einzigartige Ambiente unseres Weihnachtsmarktes", meinten das Gemeindeoberhaupt sowie auch Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg, der kurzfristig für seine verhinderte Ehefrau und Schirmherrin, Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg, die Eröffnung mit übernommen hatte. "Wir haben in unserer Region großartige Handwerker und Künstler, die ihre Produkte heute präsentieren."

Petrus zeigt Erbarmen

Das der Draht der Veranstalter nach "oben" zu Petrus dennoch funktionierte, zeigte sich, als Regen und Sturm abflauten. Dies bescherte den Veranstaltern und Ausstellern vor allem am Samstag- und Sonntagabend einen großen Besucherandrang. 45 Fieranten und Kunsthandwerker präsentierten regionale Produkten und schmucke Sachen aus heimischer Produktion. Die Aussteller zeigten vielfältige Fertigkeiten und präsentieren handverlesene Waren. Ob Krippen oder Schnitzereien, Weihnachtsschmuck, Schafwollfelle, Imkereiartikel, Gestecke, Dekorationen aus Wachs, Metall und Beton, Kleidung und winterliche Accessoires - an Geschenkideen herrschte kurz vor Weihnachten kein Mangel.

Den Hauptverantwortlichen Sabrina Bittner und Karl Wittmann war es gelungen, zu dem bereits vielfältigen Verkaufssortiment weitere und neue Kunsthandwerker zu verpflichten. Neuheiten waren etwa handgemachter Trachtenschmuck aus dem Steinwald. Zum anderen zeigte ein kräftiger Schmied sein Können am offenen Feuer. Als ein weiterer Hingucker erwies sich in diesem Jahr die neue große Krippe von Pfarrer Siegfried Wölfel. In liebevoller Handarbeit hatte sie der Geistliche zusammen mit Schwester Annemarie in einer großen Krippenlandschaft in seiner Garage geschaffen.

Deftiges von der Partnergemeinde

Bei Einbruch der Dunkelheit versetzte besonders die Weihnachtsbeleuchtung im Ökonomiehof die Besucher ins Staunen. Kleine stimmungsvoll erleuchtete Plätze luden zum Verweilen und einen Plausch mit Freunden ein. Ob im großen Gewölbekeller unter dem Dorfladen, in Handwerkerräumen der Friedenfelser Betriebe oder am Glühweinstand - die Besucher hatten bei dem kulinarischen Angebot viel Freude. Dicht umlagert waren stets die Verkaufsstände der Friedenfelser Jäger, die Wild-Spezialitäten aus dem Steinwald, Bratwürste mit Kraut sowie frische Kartoffelchips anboten. Am Stand der Delegation aus der Partnergemeinde Raggal in Österreich gab es besondere Butter- und Käsespezialitäten. Bei einer ersten Bilanz am Sonntagnachmittag waren Veranstalter Karl Wittmann und Bürgermeister Gottfried Härtl zufrieden: "Es kamen viel mehr Besucher, als wir bei dem Wetter erwartet hatten."

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