27.10.2019 - 10:11 Uhr
GebenbachOberpfalz

Gemeinderat Gebenbach lehnt Mobilfunkmast nahe der Mausberg-Kirche ab

Nicht gerade Begeisterung kommt im Gebenbacher Gemeinderat darüber auf, dass die Telekom im Bereich der Kirche am Mausberg einen gut 40 Meter hohen Mobilfunkmast aufstellen will. Worte wie Verschandelung fallen.

Die Gebenbacher Gemeinderäte sind sich einig. Sie wollen nicht, dass der unmittelbare Bereich nahe der Mausberg-Kirche durch einen 40 Meter hohen Mobilfunkmast „verschandelt“ wird. Die Telekom schlägt als Standort die Höhe hinter den Bäumen am linken Bildrand vor. "Aber nicht mit uns", so Peter Dotzler, "der Mast müsste schon weiter östlich stehen."
von Autor GFRProfil

Das Telekommunikationsunternehmen will mit dem Mast den Bereich der Gemeinde Gebenbach sowie die Bundesstraßen 14 und 299 mit sicheren Mobilfunk-Verbindungen ausstatten. Ihre Pläne vom Frühjahr dieses Jahres, einen Mobilfunkmast auf der Höhe nördlich von Gebenbach zu errichten, hat die Telekom nun geändert, da der angedachte Standort nach den neuesten Anforderungen der Bundesregierung nicht mehr geeignet sei. Idealer sei der Bereich der Mausbergkirche, aber das sein ein „sensibler Standort“, stellte Bürgermeister Peter Dotzler fest. Und außerdem werde da der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden haben.

CSU-Gemeinderat Werner Kohl forderte sicherzustellen, dass der neue Mobilfunkmast auch den Bereich Atzmannsricht und Kainsricht abdeckt. Auch auf den Bundesstraßen 14 und 299 dürfe die Mobilfunkverbindung nicht abreißen, betonte Peter Dotzler. Direkt neben der Mausbergkirche könne der 40-Meter-Mast nicht platziert werden, vielleicht weiter östlich. Schließlich einigten sich die Gemeinderäte darauf, den Standort nahe der Mausbergkirche abzulehnen. Etwas weiter östlich davon können sich die Räte den Masten vorstellen. Zusätzlich schlagen sie der Telekom kleiner Masten nahe der Biogasanlage in Atzmannsricht und im Gewerbegebiet vor.

Der Gemeinderat stimmte einem Antrag zu, einen Glasfaseranschluss für das Gebenbacher Rathaus zu beantragen. Beauftragt mit Antragstellung und Ausschreibung wird die Breitbandberatung GmbH aus Neumarkt. Bis auf Franz Gottschalk unterstützen alle Gemeinderäte die Erschließung des Baugebiets Kainsricht-West, befürworten ein Baugrundgutachten sowie die Untersuchung des Geländes auf eventuell vorhandene Schadstoffe. Diskutiert wurde, ob man Kainsricht-West einem Erschließungsträger, etwa der KFB aus Reuth bei Weiden, der Bayerngrund aus München oder der Stadtbau Amberg GmbH übertrage oder obdie Gemeinde Gebenbach die Erschließung nicht gleich in Eigenregie übernehmen solle. "Wir können uns diese Erschließung leisten", meinte Benjamin Obermeier. Derzeit seien die Darlehenszinsen günstig wie noch nie, und in fünf Jahren sei mit dem Verkauf des Baulands alles refinanziert. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, Honorarangebote bei den in Frage kommenden Erschließungsträgern einzuholen.

Peter Dotzler informierte über den Sachstand und das weitere Vorgehen bezüglich des Innenentwicklungskonzepts für Gebenbach, wofür ein Workshop mit AOVE, OTH, TU München und Wirtschaftsclub Nordoberpfalz angedacht sei. Größere Ausgaben stünden demnächst für die digitale Alarmierung der Feuerwehren an, kündigte Dotzler an. Die Verkehrsüberwachung im Gemeindebereich habe Gebenbach abzüglich aller Kosten etwa 1000 Euro Einnahmen beschert, stellte er fest. Werner Kohl forderte in Atzmannsricht Tempo-Kontrollen in den Morgen- und Abendstunden - "denn über den Dorfplatz wird gebrettert, was das Auto hergibt". Dort stünden in aller Früh die Schulkinder auf der Straße, und deren Sicherheit gehe vor. Ohne große Diskussion erteilte der Gemeinderat den Plänen für den Bau einer fast 2000 Kubikmeter fassenden Güllegrube in Gebenbach das gemeindliche Einvernehmen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.