06.01.2020 - 10:53 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Siri", ein Baby und viele Frauen

Der Titel ist Programm: "Alexander Durcheinander" führt zu Verwicklungen am laufenden Band. Diese strapazieren die Lachmuskeln der Zuschauer bei den vier Aufführungen im Jugendheim enorm.

von Renate GradlProfil

Es waren einmal mehr Glanzleistungen, die die Laienschauspieler der Katholischen Theatergruppe von Donnerstag bis Sonntag zeigten. Der Blechdose "Siri" kam dabei eine riesengroße Rolle zu: Sie war nie um Antworten verlegen. Die Techniker Andreas Keck und Christoph Ertl haben dies ermöglicht.

Aber auch einer der neuen Schauspieler war ziemlich beschäftigt: Raphael Zellner schlüpfte in sieben verschiedene Rollen. Egal ob Italiener, Franke oder "warmer Detlef": Mimik und Ausdruck stimmten. Das Publikum sah mit ihm einen weiteren Stern am Theaterhimmel aufgehen. Und Autor und Regisseur Wolfgang Bräutigam feierte sogar ein Jubiläum: "Alexander Durcheinander" war das 25. Stück aus seiner Feder.

Zum Inhalt: Alexander Hauser (Matthias Hörl) wohnt alleine in dem ehemals gemeinsamen Haus. Seine „Noch-Ehefrau“ Sandra (Lisa-Marie Specht) ist nach einer Affäre mit Paul Richter (Michael Bräutigam) ausgezogen. Sandra wird jedoch noch immer von ihren Eltern mit einer monatlichen Finanzspritze unterstützt. Da sie damit ein gutes arbeitsfreies Leben führen kann, hat sie ihre Eltern noch nicht über die von ihr verschuldete Trennung informiert. Das Geld der Eltern diente eigentlich zur Finanzierung des Hauskredits. Den hat Alexander aber nun alleine beglichen.

Seit kurzem hat er wieder eine Freundin: Stewardess Corinna Schmidt (Stefanie Lacher). Als EDV-Programmierer hat er aber auch ein Faible für eine künstliche Frau namens "Siri", die ihm sein Leben erleichtert und das Haus überwacht. Da Alexander und Corinna, vormals auch Sandra, beruflich oft auf Dienstreise sind, kümmert sich an diesen Tagen sein bester Freund Norbert (Florian Danninger) um das Haus.

Am Tag der nächsten Dienstreise, als Sandra mit ihrem Paul endlich ihren letzten Umzugskarton abholen will, steht plötzlich eine an Alexander adressierte Babyschale mit Kleinkind im Wohnzimmer, abgegeben von Julia (Katja Baarfüsser), einem vermeintlichen One-Night-Stand. Vor Ort sind außerdem Alexanders beziehungsweise Norberts "Flamme" Laura (Marina Sollacher, und auch die hochschwangere Jacqueline (Silke Kraus) taucht auf, die Alexander als Erzeuger gerne bei der Geburt dabeihaben möchte.

Schließlich haben sich die Eltern von Sandra (Wolfgang und Regina Bräutigam) auf dem Heimweg von einer Weltreise zu einem Spontanbesuch angemeldet. Da Sandra sie noch nicht von der Trennung informiert hat, muss eine glückliche Ehe vorgespielt werden.

Die vielen vermeintlichen Freundinnen von Alexander bringen ihn in Erklärungsnot. Bei all den Liebschaften wird Sandras Fehltritt in ein ganz neues Licht gerückt. Die beiden haben ihre liebe Müh, die vielen Damen im Haus den „Noch-Schwiegereltern“ zu erklären. Anstatt sie aber über die Trennung zu informieren, macht Sandra die beiden zu Oma und Opa.

Durch die vielen Notlügen kommt es zu allerhand Verwicklungen: Die aktuellen Partner werden zum Hausmeister beziehungsweise zur Cousine. Die bevorstehende Geburt sorgt für Aufregung, Julias Baby muss versorgt werden, ein Gerichtsvollzieher will ausstehende Alimente kassieren und ein "warmer Detlef" bringt Alexander die fristlose Kündigung seines Arbeitgebers.

Ein Italiener schlägt Alexander und Norbert eine blutige Nase und der Postbote bringt eine unmoralische Lieferung. Bei so vielen Gästen verliert sogar "Siri" den Überblick und wird mit ihren Kommentaren zur zusätzlichen Belastung. Doch am Schluss wird einiges aufgeklärt und Besserung gelobt.

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