22.01.2020 - 11:57 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Kanal statt offener Graben

Die Umlegung von Flurkanälen und Drainagen sind zur Erschließung des Baugebietes "Lettenwiese - Erweiterung II" notwendig. Kanal ist besser als Graben, meint dazu der Kastler Gemeinderat.

Im landwirtschaftlichen Grundstück östlich des neuen Baugebietes „Lettenwiese – Erweiterung II“ wird der neue Kanal für die Ableitung von Flurwasser verlegt.
von Arnold KochProfil

Hauptsächlich Themen aus dem Bauplanungssektor behandelte der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung 2020. Bürgermeister Josef Etterer erinnerte an den im Dezember beschlossenen Planungsentwurf des neuen Wohnbaugebietes "Lettenwiese - Erweiterung II". Dieser sieht 29 Parzellen vor, die über zwei neue Wohnstraßen erschlossen werden. Sie haben eine Fläche von rund 860 bis 1 000 Quadratmeter.

Das Gremium hatte über die Art der Flurwasserableitung auf dem östlich des neuen Baugebietes gelegenen landwirtschaftlichen Grundstück zu entscheiden. Der bestehende Flurkanal verläuft in Nord-Süd-Richtung von der Gemeindeverbindungsstraße Kastl-Altköslarn kommend und quert das Baugelände. Er muss samt den rund ein Dutzend angebundenen Drainageleitungen umgelegt werden. Die Planung sieht vor, die Leitungen an der östlichen Bebauungsgrenze zu fassen.

Das gesammelte Wasser kann entweder über einen offenen Graben oder über eine neue Rohrleitung zum Vorfluter geführt werden. Der Graben muss wegen der anzubindenden Drainagen mindestens einen Meter tief und eine Breite samt Böschung von 3,5 Metern haben. "Ich habe mit dem Grundstückseigentümer gesprochen. Er wäre mit der Verlegung einer neuen Rohrleitung auf seinem Grund einverstanden", berichtete Etterer.

Die Fraktionssprecher Hans Walter (CSU) und Gerhard Dobmeier (Freie Wähler) sprachen sich für die alternative Rohrleitung aus. Dadurch könnten ein größerer Flächenverbrauch, das Einrücken des Pflanzstreifens ins Baugebiet und die notwendige Grabenpflege durch die Gemeinde verhindert werden. Der entsprechende Beschluss zum Rohrleitungsbau war einstimmig.

Breitbandausbau

Das Gemeindeoberhaupt berichtete, dass der Schlussbescheid eingegangen ist. Die förderfähigen Gesamtkosten wurden auf 809 742 und der Zuschuss auf 647 794 Euro festgesetzt.

Jahresrechnung 2017

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Arno Stahl (CSU), trug zur Feststellung den Prüfbericht vor. Es seien keine Darlehen aufgenommen und der Höchstbetrag Kassenkredite zu keinem Zeitpunkt überschritten worden. Die Haushaltssätze seien bis auf wenige geringfügige Ausnahmen eingehalten worden. Von der eingeplanten Rücklagenentnahme in Höhe von 742 500 Euro habe die Gemeinde nur 550 000 Euro in Anspruch genommen.

Im Einzelnen monierte der Ausschuss, dass der zehn Jahre Rasenmäher für 3000 Euro repariert wurde. Eine Ersatzbeschaffung wäre wirtschaftlich. Für dessen Einsatz für die Stadt Kemnath sei keine Ersatzleistung gebucht, dies jedoch 2018 nachgeholt worden. Die frühere Prüfungsfeststellung zur Neuausschreibung der Kfz-Versicherungsverträge sei erfolgt und diese 2019 neu abgeschlossen worden.Mit der Bodenbeprobung im Wasserschutzgebiet habe es Probleme gegeben.

Zum Thema Beprobung und Entschädigungsleistung für Landwirte erklärte Geschäftsleiter Reinhard Herr, dass durch ein neues Büro die Leistungen im Einvernehmen mit den Besitzern festgesetzt wurden. Die Feststellung des Rechnungsergebnisses 2017 und die Entlastung der Verwaltung waren jeweils einstimmig.

Trassenkorridor

Stromtrassenbetreiber Tennet hat der Gemeinde schriftlich mitgeteilt, dass nach Feststellung der Bundesnetzagentur der 1000 Meter breite Korridor feststeht und das Kastler Gemeindegebiet davon nicht betroffen ist.

Elektrogeräte

In der aktuellen Viertelstunde wollte Hans Wopperer (CSU) wissen, ob die Gemeinde noch die private Beschaffung von Elektrogeräten fördert. Laut Etterer ist der vom Gemeinderat festgesetzte Förderzeitraum von zwei Jahren abgelaufen. Eine Verlängerung sei nicht vorgesehen.

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