11.11.2019 - 13:27 Uhr
Kastl bei KemnathOberpfalz

Zuschauer amüsierten sich köstlich

Bei der Premiere des neuen Theaterstücks der Kastler Laienspielgruppe lachten die Zuschauer Tränen. Aufgrund des Erfolgs sind bereits zwei Zusatzvorstellungen vorgesehen.

von C. & W. RupprechtProfil

Wenn es draußen es kälter wird, dann beginnt die Theaterzeit in Kastl. "Heuer sind die drei Theaterwochen nicht am Stück möglich. Die Zusatzvorstellungen von ,Einfach köstlich' finden am 29. Und 30. November statt!", informierte Reinhard Etterer in seiner Begrüßungsrede im Schützenheim. Für die Premiere mussten im Saal zusätzliche Stühle aufgestellt werden.

Niemand musste den Besuch des Laienspiels bereuten. Es war wieder herrlich komisch, und die Darsteller setzten Mimik und Stimme gekonnt ein. Auch Eva Scharnagl, die Jüngste der Theatergruppe, spielte sehr natürlich und füllte die Rolle der Tochter gut aus. Den Ausgang des Stücks konnte man zwar ahnen, aber bis es soweit war, gab es zahlreiche Verwicklungen. Schuld waren die Mitbringsel aus einem Hollandurlaub und eine alte Liebschaft.

Immer wieder überraschten die Schauspieler ihr Publikum mit Pointen, die sich auf reelle Gegebenheiten von Kastl bezogen. Margit Stich, die die Mutter und Gastwirtin Betti spielte, war wieder in ihrem Element. Sie würde auch als Alleinunterhalterin die Bühne ausfüllen. Urkomisch war allein schon die Situation, als sie den Rucksack ihrer "Tochter" ausräumte und zum Tanga-Slip und zu jeden anderen Gegenstand etwas beizutragen hatte. Sie spielt nicht nur textsicher, sondern improvisiert ständig Neues dazu Ihr männliches Gegenüber war Pizzabäcker Giovanni, alias Thomas Deubzer. Mit seinem Stimm- und Spieltalent zog er die Zuschauer in seinen Bann. Nicht nur diese beiden Hauptrollen trugen das Theaterstück. Margret Prick ist es wieder gelungen, allen Mitwirkenden eine Rolle auf den Leib zu schreiben. Sowohl die "Töchter" (Eva Scharnagl und Verena Gmeiner), die in der modernen Neuzeit mit Urlaub und Handy den Zeitgeist verkörperten, als auch Martina Moller-Prischenk, die wieder die etwas exzentrische Person Tekla verkörperte, als auch Josef Raps als immer ausgleichender Pfarrer, der aber oft in der Opferrolle war, waren aus dem Stück nicht wegzudenken.

Reinhard Etterer spielte sich als Metzger und Bruder der Gastwirtsschwestern Betti und Anni in die Herzen der Zuschauer. Monika Stahl hatte als Anni König keine ganz einfache Rolle, da sie sehr facettenreich auftreten musste. Als routinierte Darstellerin erfüllte sie diesen Anspruch mit Bravour.

In den Pausen des Dreiakters tauschten die Zuschauer ihre Begeisterung aus und freuten sich schon wieder auf die Fortsetzung des Stücks. Das Team des Schützenvereins hielt Pizzaschnitten, belegte Brötchen, Brezen und Getränke bereit. Thomas Schreyer erfreute mit seinen Evergreens auf dem Akkordeon.

Die Premiere war ein voller Erfolg. Die ersten fünf Vorstellungen sind nahezu ausverkauft, es gibt aber an der Abendkasse jeweils noch Restkarten für Kurzentschlossene. Für die Zusatzvorstellungen ist bei der AXA Wagner OHG in Kastl wieder ein Vorverkauf eingerichtet.

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