21.02.2020 - 15:56 Uhr
NabburgOberpfalz

Krankenhausstraße: Das ganze Verfahren beginnt bei null

Der Investor will neue Vorstellungen zur Bebauung an der Krankenhausstraße in Nabburg vorlegen. Zeitdruck entsteht unterdessen beim Kindergarten-Provisorium-Bau in Diendorf: Schon viele Anmeldungen liegen vor.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Der Stadtrat hatte in der Januar-Sitzung das Bürgerbegehren "Gegen maßlose Nachverdichtung" zur umstrittenen Bebauung an der Krankenhausstraße angenommen und somit einen Bürgerentscheid erlässlich gemacht (wir berichteten). Zugleich war damals festgelegt worden, dass in der nächsten Sitzung eine Entscheidung darüber getroffen werden soll, wie es auf dem Gelände des Investors Georg Ehrenreich weitergeht. CSU-Stadtrat Karl Beer fragte nun in dieser Woche zu Sitzungsbeginn an, warum das Thema nicht auf der Tagesordnung steht.

Erster Artikel zur Januar-Sitzung des Nabburger Stadtrats

Nabburg

Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) teilte mit, dass er dazu ohnehin eine Bekanntgabe vorgesehen habe. Er berichtete von einem Telefongespräch, das er wenige Tage vorher mit dem Bauunternehmer geführt hatte. Ergebnis: Ehrenreich wird der Stadt zeitnah eine komplett neue Planung vorlegen. Sie soll im Vergleich zum bisherigen Vorhaben abgespeckt sein und eine weniger verdichtete Bebauung des Geländes vorsehen. Dann, so Schärtl, werde das gesamte Prozedere von vorne beginnen und ein neues Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans ablaufen. Eine Bindewirkung, wie sie zwischenzeitlich die CSU-Fraktion in einen Antrag eingearbeitet hatte, greife in diesem Fall nicht. Denn: Die Stadt wäre ein Jahr lang an den Ausgang eines Bürgerentscheids gebunden - ihn hatte es aber nicht gegeben.

Zweiter Artikel zur Januar-Sitzung des Nabburger Stadtrats

Nabburg

In einer weiteren Bekanntgabe sprach der stellvertretende Verwaltungsleiter Thomas Prey den bevorstehenden Neubau des Kindergartens in Diendorf an. Er startete einen öffentlichen Aufruf zur Benennung der neuen Einrichtung. Ferner wurde der Stadtrat über den aktuellen Stand der Anmeldungen unterrichtet. Bisher werden 26 Krippen- und 17 Kindergarten-Plätze benötigt. In der Kindertagesstätte darf eine Gruppe aber maximal 12 Kinder zählen, so dass bei zwei Gruppen ein Überhang von zwei Kindern bestehe. Deshalb habe man sich zusammen mit dem Träger (BRK) entschieden, im Kindergarten eine altersübergreifende Gruppe einzurichten, in der sich dann auch jene beiden Kinder noch zusätzlich unterbringen lassen. Um dieser Anforderung Rechnung zu tragen, sei beim Zuschnitt der Räume entsprechend umdisponiert worden. Die Zahlen bestätigen die prognostizierte Tendenz, dass der Bedarf an Kita-Plätzen für Ein- bis Dreijährige rasant zunehmen wird.

Die Stadt lässt auf Empfehlung des Landratsamtes in der Übergangslösung auch einen Mehrzweckraum bauen, der allerdings nicht vorgeschrieben wäre. Das Provisorium soll im September mit Beginn des nächsten Kindergartenjahres in Betrieb gehen. "Da müssen wir Gas geben", brachte der Bürgermeister zum Ausdruck, dass durchaus ein Zeitdruck besteht. Im Rathaus geht man davon aus, dass das zeitliche Ziel aber dennoch realistisch ist. Im Moment wird gerade der Bauantrag durch das beauftragte Architekturbüro Hösl erstellt.

In einem nächsten Schritt gehe es darum, das Grundstück unter die Lupe zu nehmen, das als Bodendenkmal kartiert ist. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege müsse vor Ort festlegen, in welcher Art und in welchem Umfang archäologische Voruntersuchungen erforderlich sind.

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