09.12.2019 - 17:24 Uhr
NabburgOberpfalz

Markt mit musikalischen Farbtupfern

Als Patron der Seeleute ist der Heilige Nikolaus nasskaltes Wetter gewohnt. Und so zählt es fast schon zur Tradition des Nikolausmarktes in Nabburg-Venedig, der dessen ungeachtet wieder gut besucht ist.

Der evangelische und der katholische Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Schneider und Jonathan Brell beim gemeinsamen Konzert.
von Autor AUBProfil
Der Kindergarten St. Angelus faszinierte mit einem Schattenspiel.
Mit Sangesfreude und jeweils einem Stern - die Kinder von St. Angelus.
Gesegnet vom Heiligen Nikolaus
Der Heilige Nikolaus in Nabburg mitten unter den Besuchern des Marktes, der seinen Namen trägt.
Auch musikalisch war in und um die Nikolauskirche viel geboten.
Dem Nikolaus zur Ehre und zur Freude der Zuhörer gestaltete die Sing- und Musikschule Pfreimd ihr Abendkonzert.
Von wegen "Strickliesl" : Die Handwerksprodukte der Waschweiber sind wahre (Farb-)Kunstwerke der bestrickenden Art.

Wenn heiße Getränke, leckere Köstlichkeiten, unterhaltsame Freunde und ein abwechslungsreiches Programm zum Nikolausmarkt nach „Venedig“ locken, sind frostige Temperaturen, leichtes Getröpfel oder eine kalte Brise bald vergessen. Vor der Kulisse der Altstadt reihten sich am Naabufer hübsch dekorierte Buden mit allerlei Angebot auf: Die „Waschweiber“ zeigten sich in bestrickender Form, der Kultur- und Museumsverein versüßte den Advent mit seiner „Plätzchentheke“, die Pfarrei bot Produkte, Schnitz- und Kunsthandwerke aus aller Welt, während die Imker die Erzeugnisse heimischer „Völker“ offerierten. Bienenfleißig rührte der Elternbeirat die Werbetrommel für seine Tombola zu Gunsten der Grund- und Mittelschule. So erfolgreich, dass schon am Sonntagnachmittag alle Lospreise verteilt waren.

Zu mehr als kulinarischen „Hotspots“ entwickelten sich die Stände der Feuerwehr, des TV-Nabburg, der Glühweinausschank der SPD oder die „Gastronomie“ der Jungen Union, die extra einen großen wärmenden Unterstand gezimmert hatte. Gegenüber trugen die Jäger der Kreisgruppe Nabburg durch Wildspezialitäten, „Jägertee“ und als Auftakt mit Jagdhornklängen zum Geschehen bei: In einer „feuerlichen Eröffnung“ sandten Bürgermeister Armin Schärtl und Stadtpfarrer Hannes Lorenz leuchtende Laternen an alle Stände aus. Den späteren Willkommensgruß an den Hl. Nikolaus, seine Begleitung beim Spaziergang über den Markt und die weitere Adventsstimmung übernahm dann die Jugendblaskapelle.

In der illuminierten Nikolauskirche hingegen gaben der evangelische und katholische Kirchenchor den Ton an, bei ihrem Gemeinschaftskonzert „Stimmen in der staaden Zeit“. Ein beeindruckendes Erlebnis, wie die beiden Gruppen gesanglich harmonierten.

Lebhafter ging es am Sonntag zu, am Naabufer, entlang der Perschener Straße und mittendrin in der Nikolauskirche, die sich beim morgendlichen Patroziniumsgottesdienst ganz festlich zeigte. Stadtpfarrer Hannes Lorenz thematisierte in seiner Predigt die erwartungsvolle Sehnsucht nach Weihnachten in Verbindung mit der persönlichen Aufgabe jedes Christen, bei sich selbst und in der Welt dem Heiland den Weg zu bereiten. Die Kinder hingegen wurden schon nachmittags von ihrer Anspannung erlöst: Große wie kleine Zuschauer ließen sich verzaubern vom herzerwärmenden Schattenspiel der Sprößlinge aus dem Kindergarten St. Angelus oder nahmen an der Zwergerlandacht teil. Da hatte der Nikolaus seinen großen Auftritt bei der szenischen Darstellung der Legende von den drei Kugeln und erteilte dann seinen persönlichen Segen. Draußen verlieh die Jugendblaskapelle bei hereinbrechender Dämmerung dem Lichtermeer an der Kirche und den Verkaufsbuden musikalisch noch mehr adventlichen Glanz. Einen klanglich ganz besonderen Akzent setzte die Sing- und Musikschule Pfreimd mit dem Abendkonzert. Abwechslungsreich mit Geigen, Flöten, einem Ukulelequartett, Soloeinlagen und dem Kinderchor entließen die jungen Talente, bedacht mit viel Beifall, ihre Zuhörer mit 100 000 Friedenswünschen in die „Vorweih-Nacht“.

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