27.02.2020 - 17:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Schärtl: "In der Sache haben sie halt nix"

Zwei Themen prägen den politischen Aschermittwoch der Nabburger SPD. Eines ist der Bahnübergang. Das andere betrifft Bürgermeister Armin Schärtl persönlich.

Bürgermeister Armin Schärtl (stehend, links) hielt im proppenvollen Schmidt-Haus eine rund einstündige Aschermittwochsrede, die auf den politischen Gegner zielte.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Es schmerzt mich sehr, dass Hetze und üble Beleidigungen vor unserem Bürgermeister nicht halt machen", sagt die Nabburger SPD-Ortsvorsitzende Lisa Wilhelm im proppenvollen Café Karl im Schmidt-Haus. "Jetzt reicht's. " Die Angriffe seien nicht zu tolerieren.

Schärtl selbst stößt nach der Morddrohung in einem Sozialen Netzwerk, die er auf sich bezieht, besonders auf, dass der anonyme Hetzer "nicht den Arsch in der Hose hat, seinen Namen zu nennen." Der Bürgermeister erinnert an Angriffe auf jüdische Nabburger während der Nazi-Zeit. "Irgendwann sind sie im KZ umgekommen. Die Stolpersteine erinnern daran", sagt Schärtl, "wehret den Anfängen!"

"Für mich sind Stadtrat und Kreistag die Königsdisziplin der Politik. Da ist man dem Bürger direkt gegenüber", biegt er in den Wahlkampfmodus ein. "In jedem maßgeblichen Kriterium haben wir Allzeithochs in der Stadt. Das ist nicht allein mein Verdienst, sondern des Stadtrats, tüchtiger Arbeitnehmer, findiger Unternehmer". Er erinnert an hohe Investitionen in die Infrastruktur. "Das streitet auch keiner der Mitbewerber ab. In der Sache haben sie halt nix." Stattdessen hätten "die Anderen" einen Kandidaten, der "zweimal aus dem Stadtrat davongelaufen ist. Ohne Grund". Jetzt habe dieser den Tourismus entdeckt. Als Stadtrat habe der Mitbewerber Highlights wie Tonart abgelehnt, zu teuer. Gleiches gelte für die Sanierung des Obertors. Selbst die Ansiedlung des Tourismus-Infozentrums sei hintertrieben worden.

Thema Supermarkt im Krankenhauspark: Vor der Wahl gebe es keine Baugenehmigung mehr. "Nachtigall, ich hör dir trapsen", sagt Schärtl. Die Verzögerung wegen eines neuerlichen Fachstellengesprächs sei lächerlich. Ohne das Geschäft mit dem BRK "stünde das Krankenhaus leer", betont der Bürgermeister. "Da hätte Herr Dobler senior auch probiert, das zu verhindern. Damit der Schärtl das nicht fertigbringt. Was sind das für Denken?" Nach der Wahl werde die Genehmigung vorliegen.

So verlief der politische Aschermittwoch der CSU

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Was beim Thema Bahnübergang laufe, "spottet jeder Beschreibung". Die Nabburger CSU habe mehrere Schreiben aus Ministerien erhalten, "dass diese Trasse jetzt kommt". Schärtl zitiert aus den Briefen. Jetzt wolle die CSU erneut bremsen. "Da zeigt sich mir, wer bei denen anschafft. Zwei ältere, verbitterte, verbissene Herren. Einer wohnt in der Venedig und einer in Perschen." Der Freistaat habe mittlerweile 16 Liegenschaften gekauft. Nach der Fertigstellung der Trasse biete sich der Stadt enormes Entwicklungspotenzial. "Das ist die Aufgabe für einen Bürgermeister". Der Übergang müsse so schnell wie möglich weg, auch um die Wartezeiten für Rettungskräfte zu beseitigen. "Ich garantiere auch hier, dass kurz nach der Wahl der Planfeststellungsbeschluss ergeht." Die Stadt wolle dann den Sofortvollzug, um trotz Klagen mit der Realisierung beginnen zu können. Dafür werde er sich einsetzen.

Landratskandidat Peter Wein fordert dazu auf, klare Haltung gegen rechtsradikale Tendenzen in der Gesellschaft zu zeigen. Die SPD stehe für Solidarität, für soziale Verantwortung - auch und gerade in der Kommunalpolitik.

Staatsschutz ermittelt

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