09.01.2020 - 13:56 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Dank für ehrenamtliches Engagement

Beim Neujahrsempfang der Kirche St. Josef ist das Pfarrheim in Neunburg vorm Wald voll besetzt. Besonderer Dank gilt denen, die sich in Vereinen, Gruppen und Verbänden engagieren und so das Zusammenleben gestalten.

Bürgermeister Martin Birner (links) und Pfarrer Stefan Wagner (rechts) überreichten die Ehrenamtskarten an Rudolf Schmid (Zweiter von links) und Helga Reimer (Zweite von rechts).
von Hans SteinsdorferProfil

Nach der Begrüßung durch den Sprecher des Pfarrgemeinderats, Michael Hellmuth, dankte Bürgermeister Martin Birner beim Neujahrsempfang der Kirche St. Josef in seinem Grußwort allen, die sich zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. "Wir sitzen alle in einem Boot", unterstrich das Stadtoberhaupt. Zusammen mit Stadtpfarrer Stefan Wagner überreichte er an Rudolf Schmid und Helga Reimer jeweils die Ehrenamtskarte des Landkreises und würdigte damit stellvertretend für alle das Engagement und die Mitarbeit in der Pfarrei.

Stadtpfarrer Stefan Wagner erinnerte in seiner Ansprache an den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Über 600 000 Vereine gebe es in unserem Land - und fast jeder Zweite sei Mitglied in mindestens einem dieser Vereine. Nicht umsonst werden wir deshalb als "Vereinsmeier" bezeichnet. Auch in Neunburg vorm Wald gibt es weit über 100 verschiedene Vereine und Verbände, so der Stadtpfarrer weiter.

Heutzutage gelten Vereine oft als altbacken und angestaubt. Max Weber, ein Sozialwissenschaftler, habe die Sache aber auf den Punkt gebracht: "Der heutige Mensch ist ein Vereinsmensch". Dieses 120 Jahre alte Zitat gelte noch immer. Das Engagement für die Gesellschaft werde nicht weniger, unterstrich der Redner. Mehr als 90 Prozent des ehrenamtlichen Engagements finde im Umfeld von Vereinen statt. Vergelt's Gott sprach der Geistliche auch allen Vereinen und Verbänden aus, die die Pfarrei und das kirchliche Leben in der Vergangenheit mitgetragen hätten und es auch in Zukunft tun werden. Die Pfarrei wäre ohne die weltlichen Vereine arm dran, und die Stadt Neunburg wäre es umgekehrt ohne die kirchlichen Vereine genauso.

Der Neujahrsempfang hat seit vielen Jahren seinen festen Platz im Kalender der Pfarrei. Deshalb dürfen auch die Zahlen nicht fehlen: 28 Taufen, 47 Kommunionkinder, 43 Firmlinge, 6 Eheschließungen, 47 Beerdigungen und 27 Kirchenaustritte nannte Stadtpfarrer Wagner. Er sprach allen, die sich in irgendeiner Weise zum Wohle der Pfarrei verdient gemacht haben, seinen aufrichtigen Dank aus.

Zum Schluss richtete Wagner seinen Blick nach vorn. Endlich könne dieses Jahr mit der Renovierung der Pfarrkirche begonnen werden. Nach Ostern sowie der Erstkommunion und Firmung soll es losgehen. Geplant ist laut Wagner, dass die Kirche während der Arbeiten in der Mitte abgetrennt wird. Die Gottesdienste können dann in der alten Pfarrkirche abgehalten werden. Ab und zu müsse wahrscheinlich auch ins Pfarrheim ausgewichen werden. "Es kommt einiges auf uns zu, aber die Neunburger haben schon ganz anderes geschafft", sagte der Geistliche zum Schluss.

Nach einem umfangreichen Bilderrückblick, den Pfarrgemeinderatssprecher Michael Hellmuth zusammenstellt hat, wurde noch einmal an die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr erinnert, bevor der Abend in lockerer Atmosphäre bei einem Stehempfang ausklang.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.