07.02.2020 - 17:00 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Für mehr "Natur pur" im Stadtgebiet

Artenvielfalt soll fester Bestandteil der Stadtpolitik in Neunburg werden. Der Arbeitskreis "Biodiversität" hat dafür eine Marschroute vorgegeben und im Stadtrat vorgestellt. So manche Grünfläche wird nun nur noch einmal gemäht.

Eine Biene ist auf einer Wiese mit blühendem Klatschmohn unterwegs. Naturbelasse Flächen bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten. Mit dem Arbeitskreis "Biodiversität" verfolgt der Stadtrat eine eigene Strategie zu mehr Natur in Neunburg.
von Helga ProbstProfil

Zügig fielen die Beschlüsse am Donnerstag in der Stadtratssitzung. Dass in Fraktionsbesprechungen zuvor die Tagesordungspunkte besprochen und diskutiert worden waren, half bei der Entscheidungsfindung. Aus den Reihen der Stadtverwaltung begleiteten die entsprechenden Sachbearbeiter ihre Bereiche und beantworteten eventuelle Fragen des Gremiums.

So stand Tobias Stibich dem Arbeitskreis "Biodiversität" zur Seite und erhielt von den Leitern Alexander Trinkmann und Walter Drexler großes Lob für seine Aufbereitung der Vorhaben. Seit der Gründung des Arbeitskreises haben mittlerweile zwei Sitzungen stattgefunden. An den Beratungen haben Vertreter von Stadtverwaltung, Stadtrat und der Berufsschule, verschiedene Vereine, Jäger, Imker, Landwirte, der Bund Naturschutz sowie interessierte Bürger teilgenommen.

Die Ziele und Arbeitsweise sind festgelegt und Flächen erfasst worden, die für eine Steigerung der Artenvielfalt künftig nur noch ein Mal gemäht werden. Die städtischen Grünflächen am Plattenberg, am Wanderweg nach Kröblitz, an der Staatsstraße nach Mitteraschau und entlang der Friedhofsmauer wurden für diesen Versuch ausgewählt. „Die Stadt möchte als Vorreiter dabei sein“, bestätigte Bürgermeister Martin Birner, der für die Weiterführung des Prozesses stimmte.

Markus Kurz vom Naturparkverein unterstützt die Steigerung der Pflanzenvielfalt mit seinem Fachwissen. Der Arbeitskreis hat weitere Flächen und konkrete Maßnahmen gesammelt und möchte im Rahmen von „Natur pur“ die Vorhaben der Öffentlichkeit näher bringen. Das Bauhofpersonal soll in diese Richtung geschult werden. „Je weniger auf Flächen passiert, umso besser ist es“, fasste Drexler zusammen. Bei städtischen Veranstaltungen wird es künftig Samenpäckchen für Margeriten und Wildkräuter als kleine Geschenke geben.

Das Straßenbauprogramm für 2020 bis 2024 fand Zustimmung, so wie es vom Bauausschuss aufgestellt worden war. Für heuer beläuft sich der Ansatz im Haushalt für Straßenerneuerungen auf 2,77 Millionen Euro, und 161 000 Euro werden für den Straßenunterhalt eingestellt. Zusamen mit den allgemeinen Straßenunterhaltsmaßnahmen und dem Material dafür, belaufen sich die gesamten Kosten für den Unterhalt auf 305 000 Euro.

Im Straßenbauprogramm stehen die Ortsstraße Ufertal, die Bushaltestelle bei der Kirche in Kemnath bei Fuhrn und die Verbindung von Wilbersdorf zur Staatsstraße 2151 an erster Stelle. Beim Straßenunterhalt kommen zuerst die Gemeindeverbindungsstraße von Pissau nach Ebersdorf und der Triftweg in Seebarn dran. Die Jakobstraße wurde auf 2021 verschoben, weil dann auch der Kreisverkehr am Jobplatz kommt. Stadtrat Konrad Hoch bat darum, wenigstens eine Brücke in Oberauerbach heuer in Angriff zu nehmen. Geschäftsleiter Georg Keil verwies auf schwierige Grundstücksverhandlungen, die dem Vorhaben bisher entgegen stünden.

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