01.10.2019 - 15:09 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Klang des Wirtschaftswunders in der Schwarzachtalhalle

Es ist eine regelrechte Revue, die das Publikum in die Gründerjahre der jungen Bundesrepublik mitnimmt. Mit Musik und Geschichten entführen "Conny und die Sonntagsfahrer" in die Wirtschaftswunderzeit.

„Conny und die Sonntagsfahrer“ begeisterten das Publikum in der Schwarzachtalhalle mit ihrer Musikshow aus den 1950er Jahren.
von Udo WeißProfil

Ein Maximum an Unterhaltung und guter Stimmung gab es bei der Show „Komm ein bisschen mit“, die vom Ensemble "Conny und den Sonntagsfahrern“ brillant dargeboten wurde. Über eine Zeitreise-App landete der Straßenmusiker Freddy (Darsteller: Steffen Zünkeler) mit seiner typisch Berliner Schnauze mitten im Deutschland der 1950er-Jahre. Petticoat, Nierentisch, VW-Käfer und Schwarz-weiß-Fernsehen waren die Markenzeichen dieser Zeit, die als Wirtschaftswunderzeit galt und in der motivierte Aufbruchsstimmung herrschte.

Italien war damals beliebtes Urlaubsziel, und genau dorthin wollte Conny (Musicalsängerin Andrea Graf) mit ihren beiden Musikern Peter (Rainer Heindl, Gitarre) und Alexander (Thomas Stoiber, Akkordeon), als sie auf Freddy mit dem Kontrabass traf. Die Gegensätze im Lebensstil der zwei Welten prallten immer wieder aufeinander und sorgten im Publikum für Dauerlacher. Das Handy, das „schwarze Kästchen ohne Schnur“, war in den 50ern ebenso unbekannt wie das Elektroauto. Die Vier „fuhren“ über den Brenner nach Venedig und San Remo, wo sie einen Fernsehauftritt bei einer Schlagerrevue im Palasthotel hatten.

Bereits die Reiseroute war vollgepackt mit Schlagern der Stars aus der Zeit. „Zwei kleine Italiener“, „Mandolinen und Mondschein“, „Die Gitarre und das Meer“ und der „Der weiße Mond von Maratonga“ weckten beim überwiegend weiblichen Publikum mittleren Alters Erinnerungen und es dauerte nicht lange, bis viele mitsangen und vor Begeisterung mitklatschten. Lieder wie „Für Gabi tu ich alles“, „Die süßesten Früchte“, „Va bene“ und „Ich will keine Schokolade“ wurden geschickt in die Handlung eingebunden.

Mit Fröhlichkeit und guter Stimme glänzte Sängerin Conny, während Peter mit markanter Stimme und Hüftschwung wie einst Peter Kraus „Sugar Baby“ trällerte. „Noch'n Gedicht“ hatte Alexander auf Lager, er sprach in Reimen und brachte das Publikum immer wieder zum Lachen. Auch Freddys Kommentare („Sterne sind wie Zähne. Nachts kommen se raus“) setzten dem Abend Glanzlichter auf. Neben der passenden Besetzung der Rollen überzeugte besonders das Zusammenspiel der drei Musiker, die den Sound der 50er und 60er toll auf die Bühne brachten und Lieder wie „Itsy Bitsy Teenie Weenie“, „Gehn sie aus im Stadtpark die Laternen“ und „Lady Sunshine“ authentisch wiedergaben.

Zum großen Finale geriet der Tag der Schlagerevue in San Remo. In schwarzen Anzügen vor silbern schillerndem Hintergrund, ließen "Conny und die Sonntagsfahrer“ ein Feuerwerk an mitreißenden Titeln abbrennen wie „Ganz Paris träumt von der Liebe“, „Siebenmal in der Woche“ und „Tipitipitipso beim Calypso“. Nach einigen Zugaben und „Noch einem Gedicht“ stellten sich die sympathischen Musiker im Foyer der Schwarzachtalhalle für Gespräche und Autogramme zu Verfügung.

Nach der Show stellten sich die sympathischen Musiker für Gespräche und Autogramme im Foyer zur Verfügung.
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