10.01.2020 - 13:13 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mittelschule geht mit LED-Lampen auf Sparkurs

Neue Lampen sollen die Umweltbilanz im Unterrichtsgebäude verbessern. Auf dem Weg zu weniger Stromverbrauch haben die Schüler der Mittelschule und das Institut für Energietechnik ein Energiespar-Projekt initiiert.

Schüler der siebten Klassen der Mittelschule errechneten zusammen mit dem Institut für Energietechnik ein großes Einsparpotenzial für den Schultrakt bei Verwendung von LED-Lichtern. Enrico Longher (mit Lampe) kam am nächsten an die Anzahl der eingesetzten Lampen heran.
von Udo WeißProfil

„Mittelschule for Future“ könnte in Anlehnung an „Fridays for future“ das Projekt genannt werden, das 60 Schüler aus den siebten Klassen der Mittelschule zusammen mit dem Institut für Energietechnik (IfE) gestartet haben. Dieses ist an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg/Weiden angesiedelt. Die Ergebnisse stellte jüngst IfE-Vertreter Christoph Vögerl in einer Sitzung des Stadtrats im Beisein der Jugendlichen vor.

Die Mittelschule und die Dreifachturnhalle weisen neben dem Marienheim den höchsten Stromverbrauch aller kommunalen Liegenschaften auf. Den Ausgangszustand der Beleuchtung in dem Schulkomplex erfassten die Schüler mit Unterstützung von Hausmeister Ferdinand Duscher. Es ergab sich die Zahl von 1234 Leuchtmitteln mit einer Gesamtleistung von rund 68 000 Watt, die einen jährlichen Stromverbrauch von 125 000 Kilowattstunden verursachen und jährliche Kosten von 23 000 Euro.

Durch Austausch gegen moderne LED-Leuchtmittel könnte der Stromverbrauch um 55 Prozent gesenkt werden. Einsparungen von 67 000 Kilowattstunden, eine Entlastung der Stromkosten von jährlich 12 500 Euro und eine CO2-Reduktion von 37,5 Tonnen pro Jahr wären die Folgen. Die Investitionskosten von 35 000 Euro hätten sich in drei Jahren amortisiert.

Um die Schüler für dieses Projekt noch mehr zu motivieren, fand ein Wettbewerb statt, bei dem die Jugendlichen die Zahl der Beleuchtungskörper schätzen sollten. Enrico Longher war mit geschätzten 1250 Leuchtkörpern am nächsten dran, er erhielt von Christoph Vögerl eine Leuchte als Preis.

Sehr positiv äußerten sich in der Sitzung Bürgermeister Martin Birner und die Fraktionssprecher zu dem Projekt. Sie alle sprachen den Schülern und beteiligten Lehrkräften großes Lob aus. Martin Scharf (FWG) meinte: „Dies sollte erst der Anfang sein, um alle städtischen Liegenschaften energetisch auf Vordermann zu bringen.“ Margot Weber (SPD) lobte das Projekt, das die hohe Kosteneinsparung und die CO2-Reduktion deutlich aufzeige. Von „praktiziertem Umweltschutz“ sprach Alexander Trinkmann (CSU). Der Stadtrat beschloss einstimmig, heuer die Leuchtmittel auszutauschen.

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