14.02.2020 - 14:30 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Ohne Fachkräfte geht nichts vorwärts

Auf einem "Markt der Möglichkeiten" treffen sich Vertreter von Firmen, Kammern und Behörden in Neunburg, um vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels "Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration" zu diskutieren.

Die Referenten Anne-Marie von Hassel, Manuela Dorsch, Anne Güller-Frey, Elke Reinhart und Bürgermeister Martin Birner (von links) leiteten die Gesprächskreise beim "Bayerischen Fachkräfteforum" in Neunburg vorm Wald.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Anne Güller-Frey von "MigraNet - IQ Netzwerk Bayern" leitete am Donnerstagnachmittag den Workshop "Gewusst wie", in dem es um Ausländerrecht und Anerkennungsprozesse sowie um vergleichbare Berufs- und Bildungsabschlüsse ging. Die Teilnehmer beklagten "die hohen Hürden bei der Anerkennung der beruflichen Qualifikation ausländischer Fachkräfte" und wünschten sich beschleunigte Verfahren und zeitnahe Termine bei den Visa-Behörden.

Anne Güller-Frey sieht Zuwanderungsbedarf vor allem im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Gesundheitswesen und in der Pflege sowie im Baugewerbe.

Manuela Dorsch ist Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte im Landkreis Schwandorf und arbeitet an der Schnittstelle "Schule und Beruf". In ihrem Arbeitskreis mit dem Titel "Hier liegt das Potenzial" ging um die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft und berufsbegleitende Maßnahmen für Jugendliche, die Unterstützung und Sprachförderung brauchen.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Neunburg vorm Wald, Elke Reinhart, brachte Vertreter der Agentur für Arbeit, der Kammern und Verbände und der Wirtschaftsförderung im Landkreis an einen Tisch, um unter dem Motto "Wir stehen an ihrer Seite" das Netzwerk zur Unterstützung von Migranten noch enger zu knüpfen. Der "Kümmerin der Initiative Integration SAD" geht es die Vermittlung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und um die Nachqualifizierung benachteiligter Jugendlicher.

53 verschiedene Nationalitäten seien aktuell in Neunburg vertreten, gibt Bürgermeister Martin Birner zu verstehen. Seine Stadt sei die einzige im Landkreis, die sich eine eigene Integrationsbeauftragte leiste, und zeige damit, wie sehr ihr die Eingliederung der Zuwanderer am Herzen liege.

Der Kreisvorsitzende des "Bayerischen Gemeindetages" konnte namhafte Vertreter zur vorgeschalteten Podiumsdiskussion begrüßen, darunter auch Innenminister Joachim Herrmann.

Zu den Veranstaltern des "Fachkräfteforums" gehörte auch der Verlag der "Bayerischen Gemeindezeitung". Chefredakteurin Anne-Marie von Hassel ermuntert die Netzwerkpartner, bei Fragen des Arbeitsrechts, der Abschlüsse und der Bildung auf dem Laufenden zu bleiben, um bürokratische Hürden beim Bleiberecht schneller überwinden zu können.

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