07.01.2020 - 15:39 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mit viel Musik ins neue Jahr

Für einen musikalischen Start ins neue Jahr sorgt das "Saigon Philharmonic Orchestra" in Kooperation mit den Smetana-Philharmonikern Prag in der Schwarzachtalhalle. Vor allem ein junger Pianist überzeugt das Publikum.

Einen musikalischen Höhepunkt im kulturellen Leben der Stadt bot das „Saigon Philharmonic Orchestra“ in Kooperation mit den Smetana-Philharmonikern Prag mit seinem Dirigenten Hans Richter beim Neujahrskonzert in der Schwarzachtalhalle.
von Udo WeißProfil

Klassikgenuss zu Beginn eines neuen Jahres hat in Neunburg Tradition und ist fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders der Stadt. Bereits zum siebten Mal fand in der Schwarzachtalhalle ein Neujahrskonzert statt. Dirigent Hans Richter, ein gebürtiger Neunburger, sorgte mit seinen Musikern für Hörgenuss und zeigte wieder einmal auf, dass klassische Musik einen festen Platz in der Pfalzgrafenstadt hat.

In Kooperation mit dem "Saigon Philharmonic Orchestra" und den Smetana Philharmonikern Prag hat Hans Richter ein Programm zusammengestellt, bei dem auch die Solisten Jessey-Joy Spronk (Sopran), Jaroslav Kovacs (Tenor) und Ta Quang Vu (Klavier) glänzten. Mit der Ouvertüre zu "Eva" von Franz Léhar begann der Abend. Bei "Sempre libera" und "Un di felice" aus der Oper "La Traviata" von Guiseppe Verdi sangen sich Jessey-Joy Spronk und Jaroslav Kovacs in die Herzen der Zuschauer. Die Niederländerin, die am Rotterdamer Konservatorium studiert hat, und der aus Tschechien stammende Tenor harmonierten ausgezeichnet bei den Duetten.

Zur Überraschung präsentierte Richter den erst 21-jährigen Ta Quang Vu, der auf dem Flügel den ersten Satz des Klavierkonzerts No. 2 von Sergeij Rachmaninoff erstklassig spielte. Diese herausragende Leistung des bescheidenen jungen Musikers wurde mit viel Applaus gewürdigt. Mit der Arie des stotternden Bola aus Oskar Nedbals Operette "Polenblut" und dem relativ unbekannten "Regnava nel silenzio" aus "Lucia die Lammermoor" von Gaetano Donizetti ging es in die Pause.

Der zweite Teil wurde, wie man es von einem Neujahrskonzert erwartet, schwungvoll mit der Ouvertüre aus der "Fledermaus" eröffnet, gefolgt vom Duett "Trinke Liebchen, trinke schnell", das ebenfalls aus der Erfolgsoperette stammt. Bravo-Rufe des Publikums und langer Applaus drückten die Freude über die schwungvollen Stücke aus. Auch die "Champagnerpolka von Johann Strauß war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Die Arie des Wenzel, "Ma-ma-ma-ma-tic-ka", war Jaroslav Kovacs auf dem Leib geschrieben In tschechischer Sprache sang er die Arie aus "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smetana, bei der der stotternde Vasek um seine angebetete Marie wirbt.

Viel Applaus gab es auch für die Sopranistin für ihre Leistung beim Lied "Csardas" aus der "Fledermaus". Bevor das Publikum mit "An der schönen blauen Donau" dahinschmelzen konnte, präsentierte der Ausnahmepianist Ta Quang Vu den dritten Satz des Klavierkonzerts No. 2 von Rachmaninoff. Als Zugabe gab er noch den zweiten Satz zum Besten. Als letzte Zugabe durfte der bei Neujahrskonzerten obligatorische "Radetzky-Marsch" von Johann Strauß Vater nicht fehlen. Das Publikum honorierte die herausragenden Leistungen des gesamten Ensembles mit viel Applaus, wenngleich durch die starken Gegensätze im Programm von spritziger Champagnerlaune und einem schwungvollen Jahresauftakt nicht allzu viel zu spüren war.

Mit dem erst 21-jährigen Ta Quang Vu präsentierte Hans Richter einen vietnamesischen Ausnahmepianisten, der mit Rachmaninoff glänzte.
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