13.11.2019 - 19:28 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Fünfte Jahreszeit in den Startlöchern

Zehn Elferräte des Neustädter Faschingsvereins stecken mitten in den Vorbereitungen ihres Showtanzes. Die Trainerinnen halten sich bedeckt. Ein Elferrats-Mitglied aber gibt Auskunft über das Amt des Faschingsparlamentariers.

von Hans PremProfil

Bierernst – im wahrsten Sinne des Wortes – nehmen die Elferräte des Neustädter Faschingsvereins den Showtanz, den sie auch in der kommenden Saison wieder aufs Parkett legen wollen. Lisa Schedl, Ines Meierhofer und Andrea Fenzl, die amtierende Faschingsprinzessin, sind mit dem Hauptteil zu 90 Prozent durch. „Ein Lied fehlt noch im Potpourri“, verrät Schedl. Jeder Tänzer trage deshalb auch ein anderes Kostüm. Mehr verraten die Trainerinnen, die seit April mit den Jungs am Proben sind, nicht. Tobias Frischholz aus Floß erlaubt jedoch einen Einblick, was ein Elferrat für Aufgaben hat, und wie der 25-Jährige überhaupt dazu gekommen ist.

ONETZ: Herr Frischholz, wie sind sie überhaupt dazu gekommen, Elferrat zu werden?

Tobias Frischholz: Ich bin schon immer mit dem Fasching aufgewachsen. Seit meinem 2. Lebensjahr bin ich Mitglied im Neustädter Faschingsverein, war 2004 Kinderprinz, vor zwei Jahren Faschingsprinz, bin seit 2009 Hofmarschall und seit meinem 17. Lebensjahr Elferrat. Auch in der Truppe mittanzen wollte ich schon immer.

ONETZ: Welche Qualitäten muss ein Elferrat haben?

Man sollte schon trinkfest sein, kontaktfreudig und ein wenig Taktgefühl für den Tanz haben.

ONETZ: Welche Aufgaben hat der Elferrat außer dem Showtanz?

Der Tanz ist eigentlich das Wenigste. Wir bauen vor der Veranstaltung alles Nötige auf und danach wieder ab, von der Bar, bis zum Thron. Während der Veranstaltung repräsentieren wir eigentlich nur. Wir geleiten die Damen zur Ordensverleihung und kümmern uns um das Wohl der Gäste.

ONETZ: Wie viele Auftritte sind in der kommenden Saison geplant?

Das kann ich noch nicht so genau sagen. Wir treten am Inthronisationsball, am Lumpenball, bei der Faschingssitzung und einigen kleineren Veranstaltungen auf. In der Faschingswoche sind wir dann praktisch jeden Tag unterwegs.

ONETZ: Wie bringen sie in dieser Zeit Beruf und Hobby unter einen Hut?

Bisher hatte ich noch keine Probleme. In der Faschingswoche brauche ich Urlaub, denn wir sind von Donnerstag bis Dienstag unterwegs. Wenn man mit Leib und Seele, so wie ich, dabei ist, macht man das gerne. In meinem Betrieb, einem Buchführungsdienst für Landwirtschaft, hatte ich mit den Kollegen noch keine Probleme wegen des Urlaubs. Die wissen, dass ich da jedes Jahr Freizeit brauche.

ONETZ: Als Elferrat muss man beim Neustädter Faschingsverein auch tänzerische Qualitäten haben. Wie läuft es aktuell beim Schautanz?

Beim Tanz sind wir schon ein Stück weit vorangekommen. Es fehlen aber immer wieder ein paar Jungs beim Training. Dann muss man beim nächsten Mal immer wieder neu beginnen. Heute sind wir komplett und ziehen das Training voll durch. Der Auftritt bereitet keine allzu großen Schwierigkeiten. Es wird auf jeden Fall wieder ein lustiger Auftritt.

ONETZ: Was wünschen sie sich für die kommende Saison?

Ich wünsche mir viele Auftritte, viele Besucher und viele Gespräche. Ich hoffe, dass alles gut läuft und verletzungsfrei über die Bühne geht.

Info:

Der Neustädter Elferrat

Im Elferrat tanzen Marco Schwägerl (Chef des Elferrats), Manuel Zimmermann, Jürgen Zitzmann, Thomas Schuster, Julian Mayerhöfer, Domenik Großer, Andreas und Tobias Frischholz, Max Pregler, Klaus Jakob. Weiter gehören der Truppe Urgestein Bernhard Lang und Andreas Roßmann an.

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