Reiterstaffel sucht im Wald nach vermisster Vohenstraußerin

Am Mittwoch durchkämmt eine Reiterstaffel das Waldgebiet zwischen Oberlangau und Schönsee. Für die ausgedehnte Suche gibt es einen Grund: Das Handy der Vermissten wurde zuletzt nahe ihres langjährigen Wohnortes geortet.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Es ist klirrend kalt. Raureif überzieht die Flur rund um den Oberviechtacher Ortsteil Oberlangau. Gleich hinter der von der Sonne angestrahlten Dorfkapelle parkt am Mittwochvormittag ein Gespann der Polizeireiterstaffel Mittelfranken. Nachdem die Suche nach der seit 1. Dezember vermissten Frau (55) am Dienstag mit Personensuchhund und Hubschrauber erfolglos blieb, sollte nun auf Anforderung der Kriminalpolizei Weiden ein Waldgebiet systematisch abgesucht werden.

"Hoch zu Ross haben wir einen ganz anderen Blickwinkel, besonders in Wäldern. Deshalb werden wir vor allem bei der Vermisstensuche in unwegsamen Gelände angefordert", erklärt Oberkommissarin Katharina Lorenz, während sie zusammen mit ihrer Kollegin Christina Luithle die beiden Pferde, ein Bayerisches Warmblut und einen Hannoveraner, sattelt. "Wir konnten leider nur mit zwei Pferden kommen, da auch eine andere Suche läuft", fügt die Dienstgruppenleiterin an. Die Reiterstaffel in Nürnberg gibt es erst seit Januar 2019.

Am Ortsausgang faltet Einsatzleiter Thomas Meiler von der Polizeiinspektion Vohenstrauß die Landkarte auseinander. Der Polizeihauptkommissar erklärt den beiden Kolleginnen mit Helm und schusssicherer Weste, in welchem Gebiet sie Ausschau nach der Frau und dem grauen Renault halten sollen: "Südöstlich in Richtung Dietersberg." Im Fokus steht das Gebiet um den Stückberg bis zum Wildpark bei Eslarn und an Schönsee vorbei in Richtung Stadlern.

Handy geortet

Für die verschärfte Suche im bewaldeten Grenzgebiet gibt es einen Grund. Wie Oberpfalz-Medien erfahren hat, wurde das Handy der 55-Jährigen Anfang vergangener Woche zuletzt in diesen Bereich geortet. "Beim Hubschrauberflug am Dienstag herrschte leichter Nebel", hegt Polizeihauptkommissar Meiler die Hoffnung, eine Spur im Unterholz zu entdecken. Doch nach zweieinhalb Stunden satteln die beiden Polizistinnen Hermes und Gasparo wieder ab.

Die Aktion war leider negativ.

Pressesprecher Florian Beck vom Polizeipräsidium Oberpfalz

Warten aufs GPS-Protokoll

"Die Aktion war leider negativ", sagt Pressesprecher Florian Beck vom Polizeipräsidium Oberpfalz. Das GPS-Protokoll liegt am Donnerstag vor. "Erst dann sehen wir, bis zu welchen Orten genau die beiden Reiterinnen gekommen sind", erklärt Einsatzleiter Meiler. Auch die Polizeiinspektion Oberviechtach ist involviert. "Wir haben alles abgefahren, was mit dem Auto möglich ist", erklärt der stellvertretende PI-Leiter, Polizeihauptkommissar Georg Pfannenstein.

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