17.02.2020 - 10:01 Uhr
Oberlind bei VohenstraußOberpfalz

Schützen zünden Sketch-Feuerwerk

Die Oberlinder sind keine Kinder von Traurigkeit. Das haben sie mit den vielen Besuchern auch beim Faschingsball wieder bewiesen.

von Elisabeth DobmayerProfil

Wenn alle Altersklassen in das Schützenhaus strömen, dann ist der Höhepunkt der Oberlinder Faschingssaison gekommen und die fünfte Jahreszeit dreht sich in die Endspurtphase ein. Karnevalhits, Charts, Partykracher lassen die Narren kaum zur Ruhe kommen. Noch dazu zünden auch die Schützenmitglieder selbst ein Sketch-Feuerwerk nach dem anderen, dass die Stimmung von Beginn an fast überschwappt und die Faschingsgaudi keine Grenzen mehr kennt.

Schützenmeister Peter Meier freute sich über den Zuspruch aus der Bevölkerung, wenn gleich natürlich viele Mitglieder unter der Narrengesellschaft ausgemacht werden konnten. Zum buntesten Faschingsereignis Oberlinds machten sich zauberhafte und magisch behaftete Wesen auf den Weg, aber nicht nur die. Mit Märchen- und Fantasy-Kostümen ausgestattet schmissen sich die Männer und Frauen ins Getümmel, Engelchen schwirrten durch den Saal, Kätzchen schlichen sich von hinten an und auch Mönche und Schwestern kamen aus ihren Klausen heraus zum Feiern. Auch eine Minnie Mouse war dem Disney-Himmel entstiegen und feierte fröhlich in der Schützenrunde mit. Süß anzuschauen genauso ein Reh, das sich aus dem Dickicht des Walds traute und die Herzen der Männer nur so dahinschmelzen ließ. Selbst der „Boindlkramer“ befand sich an diesem Abend ausnahmsweise einmal in Feierlaune und schaute nicht gar so grimmig drein. Die Tanzfläche wurde fleißig zur Musik des „K & K“-Duos aus dem Luhetal mit Josef Wolfrath und Gerhard Maier genutzt.

Der Fantasie waren an diesem Abend keine Grenzen gesetzt. Stadtrat Hans Bayerl packte seinen Poncho aus und setzte sich als feuriger Mexikaner den Sombrero auf sein Haupt. Das Spektakel nahm Fahrt auf, als blaue Papiertonnen auf die Bühne gebracht wurden und die Spannung unter den Gästen stieg. Wer wissen wollte, was Müllmänner so in ihrer Freizeit unternehmen, wenn sie einmal keinen Müll wegräumen, war hier genau richtig. Die jungen Schützen steckten hinter dieser Aufführung. In den von den Müllmännern Julius Kellner, Michael Kellner, Michael Beierl und der Müllfrau Antonia Reil herbeigeschobenen Tonnen versteckten sich Sabine Baierl, Sophie Licha, Marie Bäumler und Katharina Gürtler, die zu bestimmten und unterschiedlichen Musikstücken abwechslungsweise ihre Köpfe daraus reckten und so manchen Schabernack trieben. Regie führte Paulus Kellner, der sich eine Soutane übergezogen hatte und sogar stilsicher ein Birett trug.

Mickie Krauses „Schatzi schenk mir ein Foto“, Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“, „Ihr habts mir mei Radl g’stohl‘n“ oder „Cowboy und Indianer“ gehörten zu den Faschingshits, natürlich mit Zugabe. Der Auftritt der „Crazy Jumpers“ mit Manuela Vogt wurde sehnlichst erwartet. Die Tänzerinnen zeigten akrobatische Showeinlagen, die mit viel Applaus beschenkt wurden. Einen genauso sehenswerten Auftritt legte der Linder Faschingsverein „LFV-Miau“ auf die Bühne. Vor zwei Jahren habe sich diese Gruppe „aus einem Blödsinn“ heraus zusammengefügt, berichtete Katharina Portner, die federführend als Initiatorin für diesen Beitrag stand. Faschingsprinz und Oberkatzenanführer Albert Herrmann mit seiner Katzenprinzessin „Miau“ führte das 18-köpfige Männerballett und die süße Katzenschar an. Sogar einen eigenen Faschingsorden entwarfen die Mitglieder.

Zur Mitternachtsshow und zum festen Bestand des Faschingsschützenballs gehört seit vielen Jahren die Waidhauser Tanzshowgruppe „Public Surprise“ unter Leitung von Tobias Bauer, die wieder eine sehenswerte Aufführung vollbrachten. Für die hervorragende Organisation dieses närrischen Treibens heimste Renate Kellner allseits viel Lob ein. Bis tief in die Nacht hinein wurde bunt, lustig und beschwingt der Fasching gefeiert.

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