10.11.2019 - 17:39 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Mittendrin und nah am Geschehen

Von einem Ende des Marktplatzes ans andere: Die Oberpfalz-Medien und "Der neue Tag" bleiben der Eisenbarth-Stadt treu. Bei der kirchlichen Segnung wird deutlich, wie wichtig eine Zeitungsredaktion für ein gutes Klima am Ort sein kann.

von Gertraud Portner Kontakt Profil

Wie wichtig dem Medienhaus der Stützpunkt Oberviechtach ist, zeigte die Anwesenheit der Geschäftsführenden Verlegerin Viola Vogelsang-Reichl bei der kirchlichen Segnung der neuen NT-Redaktionsräume am Marktplatz 24. "Hier wird seit wenigen Wochen Zeitung gemacht, werden Artikel im O-Netz publiziert. Die neuen Räume haben also bereits ihre Feuertaufe bestanden", sagte Wilhelm Amann, Ressortleiter im Landkreis Schwandorf, am Samstag bei der Einweihungsfeier. 13 freie Mitarbeiter, die tagtäglich Veranstaltungen besuchen und in Wort und Bild aus der Region berichten, waren der Einladung gefolgt. Sie sparten nicht mit Lob für ihre neue Anlaufstelle in allen redaktionellen Angelegenheiten.

Dekan Alfons Kaufmann und Pfarrer Norbert Schlinke nahmen die kirchliche Segnung vor. Stadtpfarrer Kaufmann betonte: "Eine Zeitung ist dann gut, wenn sie aus Liebe zu den Menschen gemacht wird." Und er outete sich als Fan: "Die Tageszeitung gehört für mich zum Frühstück dazu." Er sprach soziale Medien an, die oft auch asozial seien und Stimmung gegen Menschen machen, und appellierte: "Medienleute sind der Wahrheit verpflichtet und sollen den Leser sachlich informieren." Deshalb sei ein qualitätsvolles Medium wie "Der neue Tag" ganz wichtig.

Stellvertretender Chefredakteur Kai Gohlke dankte den beiden Geistlichen für die Segnung und "dass sie uns ein wenig ins Gewissen geredet haben". Der Oberviechtacher stellte fest: "Wir machen keine Zeitung für Leute, die ein wirtschaftliches Interesse daran haben, sondern für die Leute unserer Region." Deshalb freue er sich, dass die Redaktion jetzt auch durch die Fassadengestaltung als Ansprechpartner am Marktplatz gut im Blick sei. "Barrierefrei und mit großem Schaufenster" seien zwei weitere Vorteile. Er dankte dem Vermieterehepaar Monika und Hermann Deyerl für das Entgegenkommen beim Umbau des ehemaligen Cafés.

Gohlke sprach die abnehmende Zahl der Zeitungsabonnenten an: "Wir wollen dagegen arbeiten und die Zeitung so gut wie möglich machen." Um bei den Jüngeren wahrgenommen zu werden, müsse man moderner werden, wozu auch die jetzt abgeschlossene Layout-Umstellung gehöre. "Wir müssen aber auch im Internet und in den sozialen Medien unterwegs sein. Und zwar als Instanz für die Wahrheit", bekräftigte der stellvertretende Chefredakteur.

Viola Vogelsang-Reichl gratulierte zum Umzug und informierte, dass auch das Haupthaus in Weiden sowie die Redaktionen in Nabburg und Amberg saniert wurden. "Regionalität ist unsere Stärke. Deshalb wollen wir mittendrin, statt nur dabei sein", gab die Geschäftsführende Verlegerin als Motto vor. "Dafür ist es wichtig, dass wir mitten im Ort sind und die Leute zu uns reinkommen können." Auch in Oberviechtach werde der Fokus darauf gelegt, weiterhin den Kontakt zu den Lesern halten: "Das Café Deyerl war ein Ort der Kommunikation, und er bleibt es auch." Ressortleiter Wilhelm Amann überraschte Viola Vogelsang-Reichl mit einem Blumenstrauß zum Dank für den Besuch.

Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf dankte dem Redaktionsteam vor Ort für die gute Zusammenarbeit und die objektive Berichterstattung. Auch wenn es durch die neuen Medien möglich sei, die Nachrichten aus der ganzen Welt zu verfolgen, so sei man doch auf die Tageszeitung angewiesen, um über das Geschehen in der Region gut unterrichtet zu werden.

Kai Gohlke lud alle Anwesenden zu einem Mittagessen in das angrenzende Wirtsstüberl ein. Auch bei den Tischgesprächen war die Medienlandschaft mit ihren Herausforderungen an die Zukunft ein beherrschendes Thema.

Wir müssen aber auch im Internet und in den sozialen Medien unterwegs sein. Und zwar als Instanz für die Wahrheit.

Kai Gohlke, stellv. Chefredakteur

Kai Gohlke, stellv. Chefredakteur

Regionalität ist unsere Stärke. Deshalb wollen wir mittendrin, statt nur dabei sein.

Viola Vogelsang-Reichl

Viola Vogelsang-Reichl

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