09.12.2019 - 14:48 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Im Museum trifft Kunsthandwerk auf Geschichte

Zum Hauch der Geschichte, der durchs Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum in Oberviechtach weht, fügt sich weihnachtliches Flair hinzu. Als Zugabe zum Christkindlmarkt lockt der Kunsthandwerkermarkt rund 1000 Besucher an.

von Ludwig BergerProfil

Einmal mehr ist das Angebot im Museum auf große Resonanz gestoßen: Parallel zur Eröffnung des Christkindlmarktes, kamen schon um 11 Uhr die ersten Besucher ins Haus, um die handwerklichen Erzeugnisse der über 20 Aussteller in Augenschein zu nehmen. Auch stellvertretender Landrat Jakob Scharf schaute vorbei. Die Farben des Festspielvereins vertrat Florian Waldherr mit seinem Puppentheater.

Schon Tage vorher hatten die fleißigen Helfer des Museumsvereins die Freiflächen zwischen den Exponaten für die adventliche Szenerie vorbereitet. So waren um die Figurine des Doktor Eisenbarth interessante und sehenswerte Schnitzereien drapiert. Und neben dem Eingang zum originalgetreu erhaltenen Zimmer des Stifterehepaars Max und Margarete Schwarz waren Hinterglasbilder aus der Winklarner Schule sowie auf Schiefertafeln gemalte Hausinschriften zu entdecken.

Die Palette an kreativen und künstlerischen Werkstücken reichte von gravierten Gläsern, kalligrafisch beschrifteten Urkunden über Produkte aus Holz, Metall, Filz und Stoff bis hin zu Klosterarbeiten aus verschiedenen Materialien. Da waren weihnachtliche Gestecke, Stickwaren, Glückwunschkarten und Puppenkleider zu entdecken. Selbstgemachte Lebkuchen, Gaumenfreuden aus heimischen Früchten sowie Erzeugnisse aus Heilkräuter ergänzten die Vielfalt. Hobbyschnitzer Herbert Bauer präsentierte eine selbstangefertigte Krippe.

Mit einer besonderen Attraktion zur Steigerung der vorweihnachtlichen Atmosphäre wartete die Dorfgemeinschaft Eigelsberg auf: Sie hatte alle Fenster der Giebelseite des Museums mit bunten Fensterbilder ausgestattet. Für die Eigelsberger galt dieser Einsatz auch als Generalprobe für den „Lichterzauber im Bergdorf“, zu dem das Bergdorfs am kommenden Samstag einlädt.

Um die junge Generation unter den Besuchern kümmerte sich beim Kinderprogramm Museumsführerin Theresia Dickerhof. Unter dem Motto „Kinder schreiben Briefe ans Christkind“ betreuten Kristina und Sigrid Baumer die Buben und Mädchen. Mit Anita Köstler wurde gefilzt, und bei Sybille Nager Stoff bedruckt. Lebkuchen-Verzieren war bei Familie Uschold angesagt. Die Gäste wurden mit Kaffee und Kuchen durch das Küchenteam des Museums versorgt. Die Hauptaufgabe der Organisation lag in den Händen von Museumsmitarbeiterin Rosi Zithier.

In der Öffnungszeit wischen 11 und 18 Uhr strömten nahezu pausenlos die Besucher durch die Räume des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums. Zufrieden konnten die Organisatoren zum Schluss vermelden, dass das vielfältige Angebot rund 1000 Personen zu einem Besuch inspiriert hatte.

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