24.01.2020 - 15:39 Uhr
RiedenOberpfalz

Landkreis Amberg-Sulzbach: Vom Duell bis zum Zehnkampf

Die Frist ist verstrichen, die Wahlvorschläge sind eingereicht. Welche Parteien und Gruppierungen kämpfen um Sitze im Kreistag, in den Stadt- und Gemeinderäten? Welche Kandidaten streben das Amt des Landrats am? Ein Überblick.

Durch die Mikrofone sprechen üblicherweise die Kreis- und Gemeinderäte bei Sitzungen, wenn sie Anliegen öffentlich vortragen. Wer auf den Stühlen Platz nehmen darf, entscheidet die Kommunalwahl am 15. März.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

So unterschiedlich sind die politischen Landschaften im Landkreis: Während in Kümmersbruck nur CSU und SPD einen Wahlvorschlag einreichten, sind es in Sulzbach-Rosenberg ganze zehn Parteien und Gruppierungen. Überraschungen blieben in den großen Kommunen und auf Landkreis-Ebene aus, nachdem die Frist für die Einreichung der Vorschläge am Donnerstag um 18 Uhr geendet hatte.

Sitze im Kreistag streben gleich neun Parteien und Wählervereinigungen an: CSU, Grüne, Freie Wähler, SPD, FDP und Freie Wählerschaft (FDP/FWS), ÖDP, Linke sowie die Junge Union Bayern (JU). Landrat Richard Reisinger wirft am 15. März bekanntermaßen erneut seinen Hut in den Ring. Drei Mitbewerber wollen ihm das Amt streitig machen. Peter Eckert geht für das Bündnis 90/Die Grünen ins Rennen, Hans Martin Grötsch tritt für die Freien Wähler und Michael Rischke für die SPD an.

In Sulzbach-Rosenberg läuft die Bürgermeisterwahl „außer der Reihe“. Michael Göth wurde erst im Jahr 2018 erneut aufs Schild gehoben. Wenngleich kein Stadtoberhaupt gewählt wird, für den Stadtrat reichten ganze zehn Parteien und Gruppierungen einen Wahlvorschlag ein: CSU, Grüne, SPD, FDP/FWS, Freie Wähler Umland (FWU), Linke, JU und SURO2030.

Die Wahlmöglichkeiten in der Gemeinde Kümmersbruck, mit knapp 10 000 Einwohner einer der größten im Landkreis, sind hingegen überschaubar. Nur CSU und SPD gehen bei der Kommunalwahl ins Rennen. Spannend wird es dennoch. Derzeit teilen sich die beiden Parteien die 24 Sitze zu gleichen Anteilen auf. Während der regierende CSU-Bürgermeister Roland Strehl im Chefsessel bleiben will, möchte SPD-Herausforderin Lisa Hartinger genau das verhindern.

Auch in Rieden treten nur zwei Bürgermeisterkandidaten an: Erwin Geitner (CSU) und Gerhard Schnabel (SPD). Die Freie Wählergemeinschaft Rieden-Vilshofen (FWG) schickt zwar keinen Kandidaten für das Amt des Gemeindeoberhaupts ins Rennen, buhlt aber neben CSU und SPD um Stimmen für Sitze im Gemeinderat.

Wählen leicht gemacht: Das müssen Sie zur Kommunalwahl wissen

Spannend dürfte es vor allem in Ammerthal werden. Die Gemeinde rückte in den vergangenen Jahren immer wieder wegen diverser Querelen und Streitigkeiten in den öffentlichen Fokus. Nun wollen fünf Parteien und Gruppierungen um den Einzug in das Rathaus kämpfen. Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), CSU, Christliche Wählergemeinschaft (CWG) und Bürgerforum Ammerthal (BFA) standen bereits vor sechs Jahren zur Wahl. Im Oktober gründete sich außerdem noch das Bündnis Zukunft Ammerthal (BZA), das ebenfalls einen Wahlvorschlag einreichte. Das BZA schickt mit Stefan Anderle außerdem einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Für die CSU tritt Anton Peter an, für die UWG Amtsinhaberin Alexandra Sitter.

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