29.01.2020 - 11:20 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Bereiten friedliche Übernahme vor"

Die Felsenkeller sind noch immer die zentrale Attraktion. Rund 16 000 Menschen lassen sich jährlich bei Führungen von der Schwandorfer Unterwelt begeistern. In diesem Jahr wechseln die Verantwortlichkeiten für das Schmuckstück.

Johannes Lohrer, der Leiter des städtischen Tourismusbüros, wird in den nächsten Monaten mit seinen Mitarbeitern die Zuständigkeit für die Schwandorfer Felsenkeller übertragen bekommen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Nachdem absehbar ist, dass Hans-Werner Robold in den nächsten Monaten Ruhestand geht, wird der Posten des "Mister Felsenkeller" verwaisen - zumindest in dem Sinn, dass ein Einzelner für das unterirdische Geflecht an Gängen und ihre Vermarktung zuständig ist, wie es bei Robold der Fall war. Tourismus-Manager Johannes Lohrer sagte mit einem Schmunzeln, das Tourismusbüro bereite "die friedliche Übernahme des Felsenkeller-Labyrinths vor". Will heißen, dass die Verantwortung auf ihn und seine drei Mitarbeiter übergeht.

"Wir übernehmen die komplette Abwicklung aller Führungen im Felsenkeller-Labyrinth. Dazu gehören neben der Annahme der Buchungen insbesondere auch die Einteilung und Abrechnung mit den Gästeführern sowie die touristische Vermarktung des Labyrinths. Ähnlich wie beim touristisch genutzten Blasturm, soll der Unterhalt des Labyrinths künftig in die Zuständigkeit des Gebäudemanagements fallen." Es werden heuer 165 reguläre Führungen für Einzelteilnehmer, davon sieben Führungen zum "Tag des offenen Denkmals", sowie zusätzlich 60 Erlebnisführungen mit der "Regensburger Stadtmaus" angeboten. Darüber hinaus seien Führungen für Gruppen wie immer ganzjährig und zu jeder Zeit buchbar.

Das Programm für das erste Halbjahr enthält überdies zehn Konzerte – lokale Acts wie „Nec Percé“, aber auch neue Gruppen wie „Lynyrd’s Friends“ oder „Standhaft & Dassler“ mit einem Neil-Young-Programm. Und nach vielen Jahren gibt es auch wieder ein Flamenco-Konzert mit Gesang, Gitarre, Percussion und feurigen Tänzerinnen.

Die am "Tag des offenen Denkmals 2019" erstmals präsentierte Führung „Auf den Spuren des Schwandorfer Künstlers Peter Mayer und Schwandorfer Literaten“ wird laut Lohrer in das Programm für 2020 aufgenommen. Des Weiteren arbeite das Tourismusbüro aktuell zusammen an einem neuen Führungskonzept, das den Ortsteil Fronberg mit einbindet.

Am 25. April wird der inzwischen neunte "Schwandorfer Stadtball" in der Oberpfalzhalle stattfinden. "Dieser Stadtball wird der letzte sein, der durch das Tourismusbüro organisiert und durchgeführt wird. Durch die Übernahme der Felsenkeller im Tourismusbüro wird der Schwandorfer Stadtball künftig im Kulturamt angesiedelt", so Lohrer.

Zum Bereich "Outdoor-Projekte" gehört der im Juli 2019 eröffnete "Weg der Inspiration". Er wurde laut Lohrer "bereits positiv von Gästen und der Bevölkerung wahrgenommen. Im nächsten Jahr soll der Weg weiter vermarktet und bekannter gemacht werden".

Die Beschilderung entlang der Naab wurde 2019 erneuert, jedoch seien an einigen Ein- und Ausstiegsstellen noch Optimierungen vorgesehen, die allerdings in der Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamtes liegen: "Hierzu haben bereits erste Gespräche stattgefunden, sodass man zuversichtlich sein kann, dass die Verbesserungen 2020 umgesetzt werden."

Hintergrund:

Zwei Großveranstaltungen

Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen der beiden Großveranstaltungen „Kulturstadt Bayern Böhmen“ und „Kulturfest der Oberpfälzer – 44. Bayerischer Nordgautag". Das Tourismusbüro wird sich an beiden Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen beteiligen. Geplant sind aktuell Stadtführungen, geführte Radtouren und begleitete Bustouren durch das Oberpfälzer Seenland.

Führungen im Schwandorfer Felsenkeller erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Rund 16 000 Menschen lassen sich Jahr für Jahr dadurch faszinieren.
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