27.01.2020 - 09:48 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Dank an "stille Helden des Alltags"

Für den Finanzminister ist es an diesem Tag die siebte Veranstaltung, die dritte davon im Landkreis: Albert Füracker nimmt am CSU-Neujahrsempfang für ehrenamtliche Helfer teil und stellt ihnen steuerliche Vergünstigungen in Aussicht.

Die CSU-Delegation mit Martina Englhardt-Kopf (Mitte) an der Spitze hieß den bayerischen Finanzminister Albert Füracker (Dritter von links) zum Neujahrsempfang willkommen. Rechts Josef Stadler, der die Empfänge seit 30 Jahren organisiert.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Über 200 "stille Helden des Alltags" hieß CSU-Ortsvorsitzende Martina Englhardt-Kopf im Verwaltungsgebäude des Zweckverbandes Müllverwertung willkommen und versicherte ihnen: "Mit Ihrem bürgerschaftlichen Engagement sind Sie ein belebendes Element für unsere Stadt". Finanzminister Albert Füracker bedankte sich bei seinen "Freunden, den Steuerzahlern", und hoffte "auf eine noch lange währende Zusammenarbeit".

"Die CSU beschreibt nicht nur die Probleme, sondern löst sie auch": Am Beispiel der Familienpolitik machte der Bezirksvorsitzende seine Aussage fest. Seine Partei respektiere die verschiedenen Lebensentwürfe der Menschen und fördere sie finanziell. Albert Füracker betonte die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung und gibt "gerne Geld aus für neue Kindergärten und Schulen". Mit zehn Milliarden Euro liege der kommunale Finanzausgleich auf einer Rekordhöhe.

Wohlstand und Natur will der CSU-Politiker in ein "vernünftiges Verhältnis" bringen, denn: "Eine kaputte Wirtschaft hinterlässt auch eine kaputte Umwelt". Für Albert Füracker ist es ungerecht, "die aktuelle Sinnkrise" den Bauern anzulasten. Für komplexe Probleme gebe es keine einfachen Lösungen. Der bayerische Finanzminister kündigte die Erhöhung der Ehrenamtspauschale und der Freigrenze für den Geschäftsbetrieb der Vereine an und sah darin eine Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. Dafür erwartet er im Gegenzug ein Eintreten der Menschen für die Freiheit, denn: "Die Demokratie braucht überzeugte Demokraten".

Oberbürgermeister Andreas Feller appellierte an den Gesetzgeber, die bürokratischen Hürden für die Ehrenamtlichen auf "ein vernünftiges Maß" zu beschränken. Landrat Thomas Ebeling zollte den vielen Kandidaten Respekt, die sich auf die Bewerberlisten für die Kommunalwahlen setzen ließen. Der Landkreis sei ein Beweis dafür, so CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl, "dass es auch den Menschen im ländlichen Raum gut geht".

Der Obermeister der Oberpfälzer Kaminkehrerinnung, Peter Wilhelm, wünschte den Gästen im neuen Jahr "jede Menge Glücksmomente". Das Instrumentalensemble "Collegium musicum" unter der Leitung von Marlene Scharf gestaltete den Empfang musikalisch und spielte am Ende die Bayernhymne. Bei Sekt und Häppchen, serviert von der Schülerfirma der Kreuzbergschule, bestand die Möglichkeit zu Gesprächen. Vor 30 Jahren hatte CSU-Mitglied Josef Stadler die Idee zu einem Neujahrsempfang. Seitdem organisiert er die Veranstaltung an verschiedenen Standorten.

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