19.01.2020 - 14:00 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Freude an der Aufgabe noch nicht erschöpft

Das Amt mache ihm "jeden Tag mehr Spaß". Deshalb möchte Andreas Feller weiter Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt bleiben.

Oberbürgermeister Andreas Feller (stehend) warb beim CSU-Wahlkampfauftakt am Sonntag im Gasthaus Hauser in Holzhaus um das Vertrauen der Wähler.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Beim Wahlkampfauftakt der CSU im Gasthaus Hauser in Holzhaus zog er Bilanz für die vergangenen sechs Jahre und warf den Blick nach vorne.

Andreas Feller erinnerte an seine Versprechen aus dem Jahr 2014: Abbau von Schulden, Bildung von Rücklagen, Ansiedlung neuer Betriebe sowie Ausweisung von Gewerbegebiete und Bauland. "All das haben wir umgesetzt", betonte der Oberbürgermeister in seinem Rückblick. "Und noch vieles mehr". Der Rathaus-Chef lobt seine städtische Verwaltung und "das Team der Wirtschaftsförderung und des City-Managements".

Andreas Feller listet die Investitionen in die Gesundheitsvorsorge, die Bildung und die Kinderbetreuung auf und stellt fest: "Wir werden noch eine Grund- oder Mittelschule neu bauen müssen".

Zukunftsprojekte

Kino, Stadthotel, Ganzjahresbad, Mehrzweckhalle, Schmidt-Bräu-Gelände und Gründerzentrum: Der Oberbürgermeister schnitt weitere Zukunftsprojekte an, mit denen sich die Stadt in den nächsten Jahren befassen müsse. "Zur Umsetzung brauchen wir eine starke CSU-Stadtratsfraktion", ist das Stadtoberhaupt überzeugt. Die Kandidaten nutzten beim Wahlkampfauftakt die Gelegenheit zur Vorstellung.

Beim Breitbandausbau und der E-Mobilität sieht Feller die Stadt "auf einem guten Weg". Er will die Feuerwehren weiter "vernünftig ausstatten" und lässt deshalb einen Bedarfs- und Beschaffungsplan erstellen. Die Revitalisierung von brach liegenden Immobilien bleibe eine Daueraufgabe, so der Oberbürgermeister. Hier sieht er aber auch die Eigentümer in der Pflicht. Die Hoffnung auf eine Verkehrsberuhigung in der sanierten Friedrich-Ebert-Straße habe sich nicht erfüllt, stellt Andreas Feller fest. Zur Umleitung des Durchgangsverkehrs sei deshalb ein neues Konzept erforderlich.

Landesgartenschau?

Auf die Frage aus dem Zuhörerkreis nach den Plänen für eine Landesgartenschau antwortete der Oberbürgermeister mit dem Hinweis auf fehlendes städtisches Gelände. Auch als Hochschulstandort sei Schwandorf nicht vorgesehen. Eine eigene Zufahrt zum neuen Baugebiet "Hasenbuckel" in Fronberg wolle die Stadt bauen, verspricht Andreas Feller einem Anlieger. Einen Supermarkt zur Nahversorgung könne er den Fronbergern allerdings nicht versprechen. Die Erschließung des Gewerbegebietes in der Bellstraße und des interkommunalen Gewerbegebietes sei dagegen in vollem Gange. "Die Entwicklung des Schmidt-Bräu-Gelände braucht seine Zeit", bittet der Oberbürgermeister um Verständnis. In den nächsten zehn Jahren soll Schwandorf auch ein Ganzjahresbad bekommen. Feller rechnet mit Investitionskosten von 23 Millionen Euro. "Wir werden uns dazu Vergleichbares anschauen", kündigt Feller an.

Entlastung für Oberpfalzhalle

Die Stadt werde weiter "die Vereine und das Ehrenamt" unterstützen, verspricht der Rathaus-Chef. Mit einem "Tag des Ehrenamtes" will er deren Arbeit würdigen. Was Schwandorf dringend brauche, seien ein Veranstaltungssaal und eine Mehrzweckhalle zur Entlastung der Oberpfalzhalle. Diese sei von den Sportvereinen belegt. "Auch das mit dem neuen Kino werden wir hinbekommen", ist der Oberbürgermeister überzeugt. Sein Fazit: "Schwandorf wächst und entwickelt sich nachhaltig".

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