17.01.2020 - 14:25 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Großes Angebot mit guten Erlösen

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz im Januar ist geprägt von einem großen Angebot an Jungkühen und Kühen. Bei den weiblichen Zuchtkälbern geben die Erlöse gegenüber dem Vormonat leicht nach.

Der Betrieb Spiegl aus Frühlingshöhe im Landkreis Neustadt/Waldnaab züchtete diesen hervorragenden Jungbullen, der von der Besamungsstation Neustadt an der Aisch erworben wurde.

Neun sehr gut entwickelte Jungbullen wurden der Körkommission bei der Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz (RZO) vorgestellt. Spitzenbulle des Marktes war einer Pressemitteilung des RZO zufolge ein hervorragend entwickelter "Hans"-Sohn mit sehr guten Zuchtwerten. Der Besamungsverein Neustadt an der Aisch sicherte sich diesen Bullen für den Prüfungseinsatz. Lediglich zwei weitere Bullen konnte als Deckbulle für den Natursprung verkauft werden.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 95 frischmelkenden Jungkühen, vier Kühen mit mehr als einer Kalbungen und vier Kalbinnen deutlich stärker beschickt als in den Vormonaten. Die angebotenen Tiere überzeugten durchweg mit guter Qualität. Die Versteigerung war zu Beginn etwas verhalten, nahm aber im weiteren Verlauf an Fahrt auf. Bis auf ein Tier, das nicht abgegeben wurde, fanden alle weiblichen Großtiere somit rasch ihre neuen Besitzer. Mehrere Kaufinteressenten, die auf niedrigere Preise gehofft hatten, mussten die Heimreise ohne Tiere antreten.

Gute Tiere erzielten ansprechende Preise, wobei Erlöse über der Schallmauer von 2000 Euro nur für einige wenige Tiere erzielt wurden. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere, und die Gebote erfolgten sehr qualitätsbezogen. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1613 Euro ein Durchschnittspreis, der etwas unter dem Erlös der Dezember-Auktion lag. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei 29,5 Kilogramm.

Mit 102 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber wieder gut beschickt. Die angebotenen Kälber überzeugten durchweg mit guter Entwicklung. Die Nachfrage war aber eher etwas verhalten. Trotzdem konnten nahezu alle Kälber verkauft werden. Schwache Tiere waren aber erst nach Preisnachlässen abzusetzen. Der durchschnittliche Erlös je Kalb gab gegenüber der Auktion im Dezember um etwa 50 Euro nach. Besonders gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber war geprägt von einer etwas verhaltenen Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 90 Kilogramm wurde ein Erlös von 4,69 Euro inclusive Mehrwertsteuer je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 383 Euro ohne Mehrwertsteuer anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber ist am Mittwoch, 5. Februar. Die nächsten Nutzkälbermärkte finden am Montag, 20. Januar, Montag, 3. Februar, und am Montag, 17. Februar, in Schwandorf statt.

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