15.01.2020 - 17:16 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Klage gegen Boarding-Häuser erfolglos

Die Baugenehmigung der Stadt für zwei Boarding-Häuser am Ettmannsdorfer Berg war rechtens. Das hat die siebte Kammer des Verwaltungsgericht Regensburg entschieden. Ein Anwohner hatte - letztlich erfolglos - gegen die Genehmigung geklagt.

Ein Anlieger hatte gegen die Baugenehmigung für die Horsch-Boardinghäuser am Ettmannsdorfer Berg (BIld) geklagt. Das Verwaltungsgericht Regensburg wie die Klage ab.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Rund zwei Millionen Euro investierte der Landmaschinenhersteller in die beiden Gebäude. Auf rund 1000 Quadratmetern sind hier mittlerweile möblierte Wohneinheiten entstanden. Horsch-Mitarbeiter aus den verschiedenen Niederlassungen im In- und Ausland sollen hier an der Ettmannsdorfer Straße 139 untergebracht werden, wenn sie etwa zu Schulungszwecken für längere Zeit im Stammwerk auf dem Sitzenhof tätig sind. Die Stadt genehmigte den Bau Ende März 2018, dazu einen Änderungsbescheid im August.

Der Nachbar machte vor dem Verwaltungsgericht unter anderem geltend, dass die Gebäude keiner "normalen Wohnnutzung" dienen und deshalb der Einstufung des Viertels als Wohngebiet widersprechen. Der Anlieger beantragte einen Baustopp, der dann auch erfolgte. Dagegen legte die Horsch-Stiftung als beigeladene Bauherrin erfolgreich Beschwerde ein. Der Bau durfte dann fortgeführt werden.

Im Dezember 2019 fällte das Verwaltungsgericht Regensburg schließlich das Urteil in der Hauptsache. Die angefochtene Baugenehmigung verletze nach Ansicht der siebten Kammer die Klägerin "nicht in Rechten verletze, die gerade auch dem Schutz der Interessen der Klägerin als Nachbarin zu dienen bestimmt sind und zum Prüfungsumfang der streitgegenständlichen Baugenehmigung gehören". Das bestätigte der Pressesprecher des Gerichts, Markus Eichenseher. Bei dem genehmigten Vorhaben handle es sich um Wohnnutzung, die in einem Wohngebiet wie dem vorliegenden allgemein zulässig sei. Das Bauvorhaben sei nach Auffassung der Kammer auch nicht von besonders großem Ausmaß, das den Rahmen der umgebenden Bebauung sprenge. Eine Verletzung des Rücksichtnahmegebots im Hinblick etwa auf eine erdrückende Wirkung oder einen Einmauerungseffekt scheide vorliegend aufgrund des Abstands und der Lage des Wohnhauses der Klägerin zu den geplanten Häusern offensichtlich aus.

Der Baustopp

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