14.11.2019 - 14:25 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Viel höhere Preise für Kühe

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz in Schwandorf ist geprägt von einer sehr guten Qualität bei den angebotenen Jungkühen. Das wirkt sich auf die Preise aus.

Der Betrieb Götz aus Großalfalterbach züchtete diesen Jungbullen, der beim Zuchtviehmarkt von der Besamungsstation CRV erworben wurde.

Bei den Zuchtbullen war einer Pressemitteilung des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz zufolge diesmal ein sehr großes Angebot zu verzeichnen. Es wurden 18 hoffnungsvolle Jungbullen mit hervorragender Qualität angeboten. Spitzenbulle des Marktes war ein sehr gut entwickelter "Hetwin"-Sohn mit exzellenten Zuchtwerten. Die Besamungsstation CRV sicherte sich diesen Bullen für den Prüfungseinsatz. Weitere drei Bullen gingen zum Prüfeinsatz an die Besamungsstationen nach Marktredwitz-Wölsau und Neustadt an der Aisch. Lediglich zwei weitere Bullen konnten als Deckbullen für den Natursprung verkauft werden.

Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit 48 frischmelkenden Jungkühen, zwei Kühen mit mehr als einer Kalbungen und zwei Kalbinnen nur mittelmäßig beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten fast durchweg mit sehr guter Qualität. Die Versteigerung war von Beginn weg geprägt von einem flotten Verlauf. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere, und die Gebote erfolgten sehr qualitätsbezogen.

Nur einige Tiere mit Mängeln erhielten kein Gebot oder konnten erst nach erheblichen Preiszugeständnissen abgesetzt werden. Am Ende der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1646 Euro ein Durchschnittspreis, der um mehr als 100 Euro höher lag als bei der Auktion im Oktober. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei 28,5 Kilogramm.

Mit 118 Tieren war die Auktion der weiblichen Zuchtkälber diesmal besser beschickt. Hier legten die Käufer großen Wert auf eine altersgemäße Entwicklung der Tiere. Schwache Kälber waren nur nach erheblichen Preisnachlässen abzusetzen. Ebenso waren Kälber mit geringer Leistung weniger gefragt. Bis auf wenige Ausnahmen konnten alle angebotenen Tiere schließlich verkauft werden. Allerdings lag der durchschnittliche Erlös um nahezu 80 Euro unter dem Durchschnittspreis im Oktober. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber war geprägt von einer eher verhaltenen Nachfrage. Bei einem Durchschnittsgewicht von 86 Kilogramm wurde ein Erlös von 4,57 Euro (inclusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 357 Euro (ohne Mehrwerksteuer) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber ist am Mittwoch, 4. Dezember. Die nächsten Nutzkälbermärkte in Schwandorf sind am Montag, 18. November, am Montag, 2. Dezember, sowie am Montag, 16. Dezember.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.