14.02.2020 - 12:08 Uhr
Tannenlohe bei FalkenbergOberpfalz

Den Geist von Tannenlohe in die Oberpfälzer Schulen tragen

In der Oberpfalz gibt es nun an den ersten Schulen Wertebotschafter. In der Jugendherberge Tannenlohe haben zwei Dutzend Schüler gelernt, dieses Ehrenamt mit Leben zu füllen. Auch aus dem Landkreis Tirschenreuth sind zwei dabei.

Mit Urkunden und viel Wissen ausgestattet wurden die frischgebackenen „Wertevermittler“ zurück an ihre Schulen geschickt. Den Lehrgang leiteten Christine Schießl (stehend, 2. von links) und Christian Gabler (stehend, 2. von rechts). Zum Erfolg gratulierten der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler (links) und die Vertreterin aus dem Kultusministerium, Maria Scherr (rechts). Aus dem Landkreis Tirschenreuth waren Emily Fernandez-Diez von der Mittelschule Waldsassen (vorne, Erste von links) und Veronika Zintl (stehend, Vierte von links) von der Mädchenrealschule Waldsassen dabei.
von Werner RoblProfil

Respektvoller Umgang mit den Mitschülern, Verständnis und Toleranz: Nicht nur in den Klassenzimmern, Pausenhöfen und in den sozialen Medien ist das Mitgestalten einer funktionierenden sozialen Gesellschaft zu einem wichtigen Thema geworden. Doch wer könnte dies besser vorleben als die Jugendlichen selbst?

Schüler als Multiplikatoren

Die Wertebotschafter sollen an ihren Schulen als Multiplikatoren dienen und für viele Impulse sorgen. Im Schuljahr 2018/2019 sind auf Initiative des Bayerischen Kultusministeriums die ersten Schüler in den Regierungsbezirken Oberfranken, Schwaben und Niederbayern zu Wertebotschaftern ausgebildet worden. Nun halten die Botschafter auch an den Oberpfälzer Bildungseinrichtungen Einzug. 24 Schüler haben sich in Tannenlohe dabei mit ihren Aufgaben und den Herangehensweisen beschäftigt.

Begleitet wurde das Seminarangebot von einem fachkundigen Betreuer-Tandem, bestehend aus dem Regensburger Schulsozialpsychologen Christian Gabler und der Förderlehrerin an der Mittelschule in Neunburg vorm Wald, Christine Schießl. "Die Woche war eine tolle Zeit, eure Schulen können stolz auf euch sein", bilanzierten die Fachbetreuer. "Die Schüler waren mit Herzblut dabei und lernten, wie man Werte, aber auch Herz und Lebensbildung vermittelt", betonten Gabler und Schießl.

Bei einer Abschlussfeier präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, Wege aufzuzeigen, wie die Botschafter möglichst viele Mitschüler erreichen können. Genannt wurden werteorientierte Projekttage, die Gründung von "Werte-AGs" an den Schulen sowie Aktionen bei Schul- und Sportfesten. Die Arbeit soll ein gewinnbringendes und gutes Mit- und Füreinander an den Bildungsstätten fördern.

Herz, Lebensbildung und Charakter

Im Beisein des stellvertretenden Landrats Alfred Scheidler sowie vom Tirschenreuther Schulamtsdirektor Rudolf Kunz, Vertretern der Bezirks-Regierung sowie Betreuern und Vertretern der teilnehmenden Schulen lobte der Geschäftsführer des Bayerischen Schullandheimwerks, Jürgen Stammberger, die "gelöste und freundliche Atmosphäre, bei der auch die Bedingungen passten". Der Mittelfranke aus Röthenbach an der Pegnitz sprach von einer "Herkulesaufgabe", die zu bewältigen war.

Beeindruckt von der Arbeit in Tannenlohe zeigte sich auch Maria Scherr vom Bayerischen Kultusministerium: "Werte sind unabdingbar geworden. Man muss sie wieder erfahrbar und erlebbar machen." Rückblickend gestand die Vertreterin aus München: "Ich bin stolz auf euch. In Tannenlohe wurden Wissen und die Anliegen der Schulen, Herz, Lebensbildung und Charakter, vermittelt." Stellvertretender Landrat Alfred Scheidler empfahl, die sozialen Medien mit kritischem Auge zu betrachten. "Es ist gut, dass das Thema aufgegriffen wird." Zudem warb Scheidler für einen fairen Umgang untereinander." Hintergrund

Die beiden Wertebotschafterinnen Veronika und Emily aus dem Landkreis Tirschenreuth im Interview:

Waldsassen
Hintergrund:

24 Wertebotschafter aus der Oberpfalz

"Werte machen Schule", so lautet die Initiative des Bayerischen Kultusministeriums.

"Wertebotschafter" sind nun Linda Alami (Robert-Schumann-Gymnasium Cham), Luisa Bär (Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN.), Eva-Christiane Bauer (Johann-Baptist-Laßleben-Schule Kallmünz), Marco Drössler (Staatliche Realschule für Knaben Neumarkt), Emily Fernandez-Diez (Mittelschule Waldsassen), Svenja Golombek (Willi-Ulfig-Mittelschule Regensburg), Clemens Götz (Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium Nabburg), Elisabeth Groh (Staatliche Realschule Sulzbach-Rosenberg), Fiona Leitner (Mittelschule Laaber), Lucas Lex Izaguirre (Gymnasium Eschenbach), Chantal Plein (Albert-Magnus-Gymnasium Regensburg), Lucas Pöllinger (Regental-Gymnasium Nittenau), Donika Qitaku (Staatliche Realschule Bad Kötzting), Sarah Renner (Realschule am Judenstein Regensburg), Nina Ringer (Max-Reger-Gymnasium Amberg), Lisa Schneeberger (Konrad-Max-Kunz-Realschule Schwandorf), David Sehr (Schönwerth-Realschule Amberg), Robin Thoms (Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule Regenstauf), Veronika Tilz (Gymnasium Lappersdorf), Alistair van der Westhuizen (Pindl-Realschule Regensburg), Mikail Voca (Mittelschule am Schlossberg Regenstauf), Patrick Wager (Willibald-Gluck-Gymnasium Neumarkt), Cecilia Wagner (Staatliche Realschule Vohenstrauß) und Veronika Zintl (Mädchenrealschule Waldsassen). (wro)

Die Ergebnisse und Ziele wurden von den Schülern der Reihe nach vorgestellt. Aus dem Landkreis Tirschenreuth war Veronika Zintl (Zweite von rechts) von der Mädchenrealschule Waldsassen dabei.
Mit selbstgebastelten Geschenken bedankten sich die Kursteilnehmer bei den Betreuern und Unterstützern. Im Bild, zusammen mit den Schülern, Maria Scherr (links), Christine Schießl (Dritte von links), Christian Gabler (Vierter von links), Jana Schreiner und Dr. Jürgen Stammberger (von rechts).
Der Geschäftsführer des Bayerischen Schullandheimwerks, Dr. Jürgen Stammberger, sprach von einer „gelösten und freundlichen Atmosphäre, bei der auch die Bedingungen passten.“
Die Vertreterin des Bayerischen Kultusministeriums, Maria Scherr, zeigte sich von den Inhalten und Ergebnissen beeindruckt.
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