13.11.2019 - 10:02 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Ein festes Band der Freundschaft

Der neue alte Vorstand wird beim Partnerschaftsverein Amitié wie bisher weiterarbeiten. Damit steht weiter Peter Gold an der Spitze.

Unter der Wahlleitung von Bürgermeister Franz Stahl wurden die Vorstandswahlen in rekordverdächtiger Zeit durchgeführt. Im Bild (vorne, von links) Sylvia Sammüller, Kassenwartin Kerstin Burkhard, Christl Faget-Malzer, Sabine Siegert sowie (hinten, von links) Josef Trißl, Karl Schwägerl, Monika Wimmer, Thomas Zölch, Horst Wettinger, Bürgermeister Franz Stahl, Vorsitzender Peter Gold, Kassenprüfer Paulus Mehler, stv. Vorsitzender Vinzenz Rahn und Schriftführerin Beate Heinrich.
von Autor HEBProfil

Frei nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze" gingen die Neuwahlen unter der Leitung von Bürgermeister Franz Stahl in rekordverdächtiger Zeit über die Bühne. Vorsitzender bleibt Peter Gold, sein Stellvertreter Vinzenz Rahn. Auch Schatzmeisterin Kerstin Burkhard und Schriftführerin Beate Heinrich bleiben im Amt.

Stahl ist als Bürgermeister "geborenes Mitglied" und brauche deshalb nicht gewählt zu werden, erläuterte der Vorsitzende vor den Wahlen. Im Komitee werden künftig wieder Sylvia Sammüller, Christl Faget-Malzer, Thomas Zölch, Sieglinde Völkl, Sabine Siegert, Monika Wimmer, Gottfried Beer, Josef Trißl, Christine Trottmann, Karl Schwägerl und Horst Wettinger zusammenarbeiten. Und auch die beiden Kassenprüfer Paulus Mehler und Angela Burger wurden wie der gesamte Vorstand und das Komitee einstimmig wiedergewählt.

Mit Fahrrad nach Verdun

Vorher hatte Vorsitzender Peter Gold in seinem Tätigkeitsbericht an eine ganze Anzahl an Terminen erinnert. Als besonderen Termin bezeichnete er die Fahrt nach Verdun zu Pfingsten 2018. Anlass war das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Ein Team aus der Reisegesellschaft aus Tirschenreuth legte die letzten Kilometer nach Verdun mit dem Fahrrad zurück. Gegenläufig radelte ein Team aus dem französischen Partnerschaftsverein ECRI. Gemeinsamer Treffpunkt war in Verdun, wo auch der Rest der Reisegesellschaft wieder dazustieß. Selbstverständlich stand eine größere Besichtigungstour in und rund um Verdun zu den damaligen Kriegsschauplätzen auf dem Programm. "Eine wirkliche Friedensfahrt", sei dies laut Vorsitzendem Gold gewesen.

Ein anderer toller Termin sei der Besuch einer französischen Tanzgruppe gewesen, die bei einem Partnerschaftsabend im Stiftland-Gymnasium abwechselnd mit einer Tanzgruppe der Tirschenreuther TG aufgetreten ist. Zwischenzeitlich war die Tanzgruppe der TG zu Besuch in La Ville du Bois und hat bereits die Einladung für nächstes Jahr bekommen. Amitié war beim Bürgerfest 2018 wieder mit einem Stand vertreten und hat auch ein Boule-Turnier veranstaltet. Die Wiederholung des Turniers 2019, veranstaltet im September, war ein Riesenerfolg, berichtete Gold.

Oktoberfest in Partnerstadt

Im vergangenen Monat war wieder ein Besuch in der französischen Partnerstadt angesagt, inklusive Oktoberfest, bei dem die Stadtkapelle Tirschenreuth für die richtige Stimmung sorgte. "Die Halle war voll besetzt", freute sich Gold "und die Stadtkapelle hat sich bestens präsentiert." Auch bei der langen Museumsnacht 2018 habe der Verein für die Verpflegung gesorgt und war auch heuer wieder dabei. Seinen Dank richtete der Vorsitzende an alle helfenden Mitglieder, an die Stadt für deren Unterstützung und besonders an Bürgermeister Stahl für seine besondere Mitwirkung.

Stahl gab den Dank gerne an den Vorsitzenden zurück. Der Partnerschaftsverein Amitié erfülle fast schon kommunale Aufgaben. Seit der Gründung der Städtepartnerschaft 2001 sei eine beispiellose Freundschaft entstanden. 2001 sei Europa im Aufbruch gewesen. Die Freude über den Wegfall der Grenzen oder den freien Wirtschaftsraum habe eine fast schon euphorische Atmosphäre hervorgerufen. Jetzt, nahezu 20 Jahre später, tauchen Probleme wie der Brexit, aber auch Nationalismus auf. Die Situation sei durchaus kritisch zu sehen.

Gemeinsam feiern

Man müsse besonders junge Menschen einbinden und ihnen zeigen, wie es vor 20 Jahren war - was Europa eigentlich ausmache und dessen Bedeutung klar machen. Er erinnerte ebenfalls an den Ausflug nach Verdun. Zum Ende des Ersten Weltkriegs, aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg, habe sich niemand ausmalen können, dass die verfeindeten Länder wieder Freundschaften aufbauen könnten. Doch die Nachkriegsgenerationen brachten eine gewisse Verbindung zustande. Heute könne man sich wieder an einen Tisch setzen, zusammen feiern und habe Freundschaften geschlossen.

Spezieller Außenminister

Die Städtepartnerschaft sei auch ein Verdienst von Amitié, meinte Stahl. Deshalb werde die Stadt selbstverständlich den Verein nach Kräften unterstützen. Außerdem habe die Stadt einen ganz speziellen Außenminister für Frankreich, nämlich Peter Gold. Dieser sei tatsächlich speziell für Frankreich "geschnitzt". Er habe das richtige Gespür, mit den französischen Freunden umzugehen und bringe dies auch "uns Tirschenreuthern bei". Dafür richtete er seinen ausdrücklichen Dank an den Vorsitzenden.

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