16.01.2020 - 16:22 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Schnelle Hilfe bei finanzieller Notlage

Die Katholische Landvolkbewegung spendet 1000 Euro für die "Aktion Lichtblicke". Das Geld ist der Erlös aus der Christbaumsammlung.

1000 Euro aus der Christbaum-Sammelaktion spendete die Katholische Landvolkbewegung an die „Aktion Lichtblicke“. Im Bild (vorne von links) Vorsitzende Resi Konrad, Lichtblicke-Schirmherrin Edith Lippert und Vorsitzender Bernhard Bäuml mit den vielen Nachwuchskräfte und der Vorstandschaft.
von Autor HEBProfil

Gutes tun durch nützliche Arbeit - wie das geht, demonstriert die Katholische Landvolkbewegung schon über ein Vierteljahrhundert. Am Samstag nach dem Dreikönigstag gingen die fleißigen Mitglieder wieder ans Werk und sammelten die ausgedienten Christbäume im Stadtgebiet ein.

Dabei hilft auch immer der Vereinsnachwuchs mit. Nach der Mittagspause und Spendenübergabe ging dann der zweite Teil der Arbeit weiter. Denn die Bäume müssen gehäckselt und abgeliefert werden. Das zieht sich bis in die Abendstunden hin.

Vorsitzender Bernhard Bäuml dankte nach der Spendenübergabe nicht nur seinen fleißigen Helfern, sondern auch den Spendern. Außerdem hatte er noch eine besondere Überraschung parat. Für die Fahrzeughalter, die alljährlich ihre eigenen Fahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung stellen gab es heuer eine "Herrentasche" zur Erfrischung.

1000 Euro gingen heuer an die "Aktion Lichtblicke". Schirmherrin Edith Lippert freute sich über die kräftige Finanzspritze und gab einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Gegründet im Landkreis Neustadt/WN und in Weiden ist die "Aktion Lichtblicke" nun schon seit 20 Jahren im Landkreis Tirschenreuth vertreten. "Lichtblicke" will Menschen im Landkreis, die plötzlich und unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind, helfen. Kurzfristige und schnelle Hilfe ist dann angesagt. Dabei betonte sie ausdrücklich: "Es geht um lebenswichtige Ausgaben!" Natürlich werde alles ganz genau überprüft.

Grundsätzlich gebe es bei entsprechenden Anfragen kein Bargeld oder Überweisungen auf Privatkonten, betont sie. Welche Hilfe geleistet wird, werde nach eingehender Beratung gemeinsam entschieden. Es gebe Unterstützung in Form von Gutscheinen oder die Überweisung von Rechnungen. Gutscheine seien dabei genauestens deklariert und sie sollen im Landkreis eingelöst werden. Die komplette "Aktion Lichtblicke" finanziere sich ausschließlich über Spenden, teils von privater Seite, teils von Organisationen. Eben wie jetzt aus der Spende der Christbaum-Sammelaktion.

Über die vergangenen fünf Jahre gerechnet gab es jährlich durchschnittlich ein Spendenaufkommen von etwa 50 000 Euro. Und diese wurden auch wieder ausgegeben. "Wir brauchten diese Summen tatsächlich", resümierte sie. Es gab Anträge von Rentnern, vor allem Rentnerinnen, die ganz dringend Hilfe benötigten oder von Familien mit Kindern oder alleinerziehenden Elternteilen. Manchmal gebe es auch Rückmeldungen. "Darüber", so Edith Lippert, "freuen wir uns sehr." Einige der schriftlichen Schilderungen gab sie in anonymisierter Form wieder und rief damit bei den Anwesenden große Betroffenheit hervor. An das Katholische Landvolk und an die Spendengeber in der Stadt richtete sie ein herzliches Vergelt's Gott.

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