22.01.2020 - 11:03 Uhr
Waldeck bei KemnathOberpfalz

Mehr Toleranz für Bundeswehr

In der Jahreshauptversammlung der Krieger-und Soldatenkameradschaft Waldeck gab es nicht nur Tätigkeitsberichte. Die Verantwortlichen zeichneten auch verdiente Mitglieder aus. Eine besondere Ehrung erfuhr Gottfried Hofmann.

Vorsitzender Karl Reger (links) und Kreisvorsitzender Thomas Semba (Zweiter von rechts) zeichneten Hardy Lauber, Gerhard Scherm, Gottfried Hofmann (neues Ehrenmitglied) und Markus Schmidt (von links) für ihre jahrzehntelange Treue sowie ihre Mitarbeit aus.
von Hans LukasProfil

Vor seinem Bericht rief Vorsitzender Karl Reger zu einem Gedenken, besonders für Ehrenmitglied Hans Schraml aus Godas sowie die in Erfüllung ihrer Dienstpflicht gestorbenen Bundeswehrsoldaten und Einsatzkräften sowie alle Opfer von Gewalt auf.

Mit Kreisvorsitzendem Thomas Semba zeichnete Reger Hardy Lauber und Siegfried Fütterer für 30 Jahre sowie Ernst Ludwig für 40 Jahre Treue mit Ehrennadel und Urkunde aus. Das Fahnenträgerabzeichen in Bronze mit Urkunde erhielt Markus Schmidt, das in Gold Gerhard Scherm. Zum Ehrenmitglied ernannte die KSK Gottfried Hofmann ernannt, der an fast allen Veranstaltungen teilnimmt und mithilft, wenn er gebraucht wird.

Reger erinnerte in seinem Bericht an drei Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen. Weitere Termine waren unter anderem ein Filmabend mit Johann Spörer, Feste in Unterlind und beim Patenverein Concordia Guttenberg, die Soldatenwallfahrt nach St. Quirin in Ilsenbach, Geburtstagsgratulationen von Michael Pinzer und Hans Lukas sowie die Teilnahme am Volkstrauertag in Erbendorf und Waldeck. Der Ausflug mit der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf führte zum Weinherbst nach Eschendorf. Weiter sprach der Vorsitzende die Vatertagsveranstaltung bei Jürgen Braun in Waldeck mit kleiner Feier zum 120-jährigen Bestehen sowie die Teilnahme an allen kirchlichen Veranstaltungen an.

Am Kriegerdenkmal musste die Hecke entfernt und eine Neuanpflanzung vorgenommen werden. Letztere führten der Vorsitzende und Herbert Eichner aus, die Stadt hat dafür die Kosten übernommen. Reger dankte abschließend allen, die sich für die Kameradschaft eingesetzt haben.

1280 Euro bei Sammlung

Laut Schriftführer Jürgen Braun hat die KSK derzeit 85 Mitglieder. Kassier Markus Schmidt berichtete ein kleines Plus. Die Kriegsgräbersammlung erbrachte 1280 Euro. Hans Lukas hatte die Kasse mit den Belegen geprüft.

Semba ging auf die Schlagworte Toleranz, Realitäten und Zukunft ein, die für die einzelnen Kameradschaften immer größere Bedeutung haben. Gegenüber der Bundeswehr fehle sehr oft die Toleranz, die sie wegen ihres Einsatzes in der ganzen Welt verdienen würde. Durch die Abschaffung der Wehrpflicht könnten die Vereine nicht mehr aus aktiven und ehemaligen Soldaten rekrutieren. In der Realität könne die aktive Truppe die Anforderungen durch die vielen Auslandseinsätze personell kaum noch bewältigen. Darunter litten Kameradschaft und Interesse an der Bundeswehr. Zudem werde die Nachbetreuung der heimkehrenden Soldaten sehr stark vernachlässigt.

Jugend Sinn der Vereine vermitteln

Für die Zukunft bedeute dies, dass dem Volkstrauertag größere Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Die Kriegsgräbersammlungen sollten ein Hinweis dafür sein, dass die Gefallenen und Vermissten nicht vergessen sind. Um dem Desinteresse bei der Jugend entgegentreten, sollte der Sinn der Kameradschaften heraushoben werden. In den Vereinen und im Kreisverband seien Führungsposten nur noch schwer zu besetzen. Hier sollte sich jedes Mitglied überlegen, ob es nicht im Sinne einer wehrhaften Demokratie selbst tätig sein könne.

Für das Frühjahr kündigte Reger wieder einen Filmabend mit Johann Spörer aus Pullenreuth zum Thema "Lebensraum Steinwald - Zinster Bruch früher und heute" an. Der Termin werde rechtzeitig bekanntgegeben. Die Vatertagsfeier ist am 21. Mai beim Vorsitzenden in Köglitz. Der Vereinsausflug mit Erbendorf führt am 22. August in den Bayerischen Wald. An der Soldatenwallfahrt nach St. Quirin am 18. Juli wünschte sich der Vorsitzende eine bessere Beteiligung.

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