12.11.2019 - 10:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

25 Jahre praktizierte Nächstenliebe

Immer wieder hört man von schwarzen Schafen unter den Pflegediensten. Beim Pflegedienst der Malteser müssen sich Patienten keine Sorge machen. Und dies schon seit 25 Jahren.

Jubiläumsredner und Ehrengäste beim Malteser-Jubiläum sind (von links) stellvertretender Landrat Albert Nickl, Diözesanleiterin Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg , stellvertretende Pflegedienstleiterin Carmen Kummer, Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages, Pflegedienstleiterin Maria Bertholdt, Dienststellenleiter Dieter Landgraf und Bürgermeister Jens Meyer.
von Siegfried BühnerProfil

Mit zwei Patienten, einer Pflegerin und einem Zivildienstler hat die Geschichte des ambulanten Pflegediensts der Malteser in Weiden vor genau 25 Jahren begonnen. Heute sind es 96 hauptamtliche Mitarbeiter, darunter 60 Pflegekräfte. Sie betreuen derzeit 225 Patienten. 18 Fahrzeuge sind vom Dienststellenstandort in der Centralwerkstätte permanent im Einsatz.

Diese Erfolgsentwicklung schilderte Malteser-Dienststellenleiter Dieter Landgraf zu Beginn der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des ambulanten Pflegediensts der Malteser in Weiden. Malteser-Diözesanleiterin Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg erinnerte an den Ordensauftrag der Malteser, „den Armen und den Kranken zu helfen“.

Ihren Dank an Pflegeleitung und Pflegekräfte verband die Diözesanleiterin mit der Feststellung: „Mit diesem Dienst sind Höhen und Tiefen verbunden.“ Pflegedienste und Pflegerinnen müssten einerseits mit einem immer enger werdenden „Abrechnungskonstrukt“ zurechtkommen. Andererseits wachse der Pflegebedarf kontinuierlich. Die Freifrau zitierte dazu die Äußerung einer Pflegerin, die sagte: „Ich kann doch die Menschen nicht mit nassen Haaren zurücklassen, nur weil die angesetzte Pflegezeit abgelaufen ist.“

Lob gab es bei der Feierstunde auch von der Malteser-Bezirksgeschäftsführerin Oberpfalz, Iris Mages. Sie freute sich auch darüber, dass die ersten Digitalisierungsschritte nach anfänglichen Schwierigkeiten erfolgreich bewältigt wurden. Bürgermeister Jens Meyer erinnerte daran, dass Pflegekräfte bei vielen alten Menschen oft den einzigen menschlichen Kontakt am Tage bieten. Die Arbeit des Malteser-Pflegediensts trage auch dazu bei, dass Menschen lange in ihrer gewohnten Umgebung leben könnten. Von „kleinen Engeln für Hilfsbedürftige“ sprach der stellvertretende Landrat Albert Nickl. Mit der Segnung neuer Fahrzeuge durch Pfarrer Markus Schmidt und Dekan Wenrich Slenczka endete die Feierstunde.

Info:

Malteser-Verdienstplakette für Maria Bertholdt

Anlässlich ihres 25-jährigen Dienstjubiläums erhielt die Leiterin des ambulanten Pflegedienstes der Malteser in Weiden, Maria Bertholdt, die Malteser-Verdienstplakette in Silber. Diözesanleiterin Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg überreichte die Ehrung zusammen mit Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages. „Sie sind ein Segen für die Menschen“ stellte die Diözesanleiterin fest. Von einer „Frau an der richtigen Stelle“ sprach Bezirksgeschäftsführerin Mages. Sie lasse stets erkennen, dass christliche Nächstenliebe keine Phrase ist. (sbü)

Über die Ehrung freuen sich (von links) Diözesanleiterin Adelheid Freifrau von Gemmingen-Hornberg, Pflegedienstleiterin Maria Bertholdt, Malteser-Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages und Dienststellenleiter Dieter Landgraf.
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