11.11.2019 - 17:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Drei Weihnachtsbäume für Weiden

Drei Bäume sollen Weiden zur Weihnachtszeit schmücken. Eine serbische Fichte, eine Blaufichte und eine Nordmanntanne. Als Arbeiter aber die Tanne von ihrem bisherigen Platz gegenüber des Gerichtes entfernen, kommt es zu Irritationen.

Hoch oben schwebt die Nordmann-Tanne auf ihren neuen Platz vor dem neuen Rathaus. Bald ist sie ein Weidener Weihnachtsbaum.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

Jahrelang schmückte die Nordmanntanne den Grünstreifen vor dem Justizgebäude. Doch sie ist zu groß geworden, sagt Stadtförster Wolfgang Winter. Ein Bürger hat sich zuvor beschwert, dass die ehrwürdige alte Tanne als Weihnachtsbaum geopfert werde. "Die haben uns einen prachtvollen Baum genommen", klagt Josef Karl und ergänzt: "Der hätte bestimmt noch weitere 50 Jahre gelebt." Stadtförster Winter hingegen erklärt, die Nordmanntanne hätte einem jüngeren Nachbarbaum den Platz genommen. "Eine von beiden musste weichen."

Am Montagvormittag hievt deshalb ein Kranwagen die rund achteinhalb Meter hohe Tanne in die Höhe. Langsam schwebt sie über den Vorplatz des Neuen Rathauses. Vorsichtig und zielgerecht lässt der Kranwagenfahrer sie in ein Loch am Boden sinken. Arbeiter stützen den wuchtigen Baum noch mit ein paar Keilen, dann ist es so weit: Der Umzug ist geschafft. Ab Montag, 25. November, soll sie als einer von drei Weidener Weihnachtsbäumen erstmals leuchten.

Ein weiterer Weihnachtsbaum steht in der Fußgängerzone, gegenüber des Alten Eichamtes. Die Äste der serbischen Fichte hängen tief und reichen bis zum Boden. Fast scheint es, als wären Baum und Boden miteinander verwachsen. Langsam und staunenden Blickes schlendern einige Passanten vorbei. Gespendet hat den Baum Familie Wamser aus Weiden-Ost. Auf der Freitreppe des Alten Rathauses steht der dritte Baum und reckt seine grünen Nadeln in Richtung des Oberen Marktes. Familie Wildbrett spendete die Blaufichte.

Die städtischen Forstwirte Markus Bächer und Robert Ertl hatten die Fichten zuvor mithilfe von Bauhof und Feuerwehr abgesägt und für die Christbaumständer hergerichtet. Die Kranarbeiten und den Transport übernahm wie jedes Jahr eine Weidener Firma.

Als nächstes bringen die Arbeiter die Beleuchtung an die rund acht Meter hohen Bäume an. Bis zum Start des Christkindlmarkts Ende November muss alles fertig sein. Bis Heilig-Drei-Könige zeigen die Bäume ihre Pracht. Danach werden sie abgebaut und abtransportiert, um als Brennholz zu wärmen.

Ein Mitarbeiter fixiert die Nordmann-Tanne vor dem neuen Rathaus mit Keilen.
Kein Stamm zu sehen: Die Serbische Fichte in der Innenstadt scheint mit dem Boden fest verwachsen. Familie Wamser aus Weiden Ost hat sie gespendet.
Die Blaufichte an der Freitreppe des alten Rathaus ist der dritte Weihnachtsbaum im Bunde. Gespendet hat sie die Familie Wildbrett.
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