15.01.2020 - 08:59 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Brennende Elektroautos eine neue Herausforderung

Die Feuerwehr Windischeschenbach muss sich um immer mehr Unfälle auf der A93 kümmern. Dies gibt Kommandant André Stessmann in der Dienstversammlung bekannt. Eine weitere Herausforderungen sind brennende Elektroautos.

Kommandant Andre Stessmann (vorne, rechts) freut sich über Neuaufnahmen, weitere Aktive und treue Mitglieder.
von Ernst FrischholzProfil

Zur Dienstversammlung trafen sich die Aktiven der Feuerwehr Windischeschenbach im Gasthof "Zum weißen Schwan". Erfreulich ist die große Zahl von Jugendlichen in Uniform. Kommandant André Stessmann übergab eingangs das Wort an die einzelnen Bereichsleiter. Übungsleiter Christian Sperber berichtete von neun Übungen, an denen im Schnitt 20 Teilnehmer verzeichnet wurden. 2019 waren wegen des Jubiläums weniger auf dem Plan. 2020 werden dafür 21 Übungen durch alle Gebiete angesetzt. Sperber monierte, dass Einigen die Übungstermine „hinten vorbeigehen“ würden.

Gerätewart Andreas Fichtner listete 310 Stunden für Prüfungen und Wartungen an 112 Tagen auf. Mit laufenden Erneuerungen und dem Austausch von Geräten sei man auf einem guten Stand. Fahrzeugwart Matthias Friedrich sprach mit Blick auf den neuen Versorger von der größten Neuerung. Man habe ihn gebraucht übernommen und 200 Stunden in den Umbau investiert. Das alte TL 18 wurde im Herbst verkauft. Friedrich erinnerte, dass die Einsatzfahrzeuge nicht mehr die Jüngsten sind und die Mängel darum auch zunehmen.

Atemschutzwart Sebastian Plödt listete 18 Atemschutzträger auf und bezeichnete diese als ausreichend. Wichtig sei, dass auf sie Verlass ist. Zudem habe man 13 CSA-Träger. Man wurde zu zwölf Einsätzen gerufen, bei denen letztendlich acht Mal Atemschutz gebraucht wurde. Bezüglich Ausbildung führte Plödt die Übungsanlage in Neuhaus und die Großübung im Kinderheim Sankt Elisabeth an.

Jugendsprecher Thomas Wachter führte bei vier Neuaufnahmen 13 Jugendliche an, die 250 Stunden einschließlich der Ausbildungen 2019 bei der Feuerwehr waren. Zehn absolvierten den Wissenstest, sieben die Jugendflamme und zwei das Deutsche Jugendleistungsabzeichen. Zeugwart Christian Münchmeier listete kleinere Ersatzbeschaffungen auf und hob heraus, dass man von der Stadt auch die notwendigen Mittel für die Ausrüstung bekomme. Die positiven Berichte schloss Kommandant Stessmann ab. Das Erfreulichste sei, dass es 2019 bei den 87 Einsätzen keine Unfälle oder Schäden an Fahrzeugen und Personen gegeben habe. Darunter waren zehn Brände und 60 technische Hilfeleistungen. Die Einsatzzeit dafür betrug 1075 Stunden. 42 Aktive würden ihm zu Verfügung stehen, so Stessmann.

In Bezug auf Unfälle auf der Autobahn hat man auf die zunehmende Zahl von Elektroautos reagiert und das Löschdmittel F 500 für Akkubrände angeschafft. Stessmann führte weiter an, dass man bereits mit der Ersatzbeschaffung eines neuen LF 16 begonnen hat. Für 2020 stehe die digitale Alarmierung und damit ein „neues Zeitalter“ an. Stessmann nahm Lea Baierlein, Marie Harrer und Benedikt Sperber neu in die Feuerwehr auf. Zudem leitete er Kerstin Wabra und Lukas Schneider in den aktiven Dienst über. Für ein aktives Dienstalter von 20 Jahren zeichnete der Kommandant Andreas Fichtner, Christian Münchmeier und Christina Schade aus.

Bürgermeister Karlheinz Budnik teilte mit, dass im Haushalt der Stadt ein sechsstelliger Betrag für die Fahrzeugbeschaffung positioniert sei. Erfreut zeigte sich der Stadtchef über die gut vertretene Jugend. Kreisbrandmeister Matthias Höning stellte fest, dass zwei Einsätze an einem Tag auf der Autobahn nicht alltäglich sind, aber trotzdem gemeistert wurden.

Der Feuerschutzbeauftragt der Stadt, Thomas Wilhelm, ärgerte sich sichtlich, als er die Einhaltung der Bereichsfolge bei Übungen ansprach. So viele Hürden seien "ein Schmarrn“. Seiner Meinung sei es wichtig, dass die Ortsfeuerwehren bei gemeinsamen Übungen solche Objekte wie das Elisabethheim beüben. Der Alarmierungsplan schließe das aber faktisch aus. Stefan Seitz bezeichnete im Grußwort der SPD-Fraktion die Arbeit der Feuerwehr an Hand von Zahlen bemerkenswert.

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