19.01.2020 - 08:58 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

Bürgermeisterkandidat: Potenzial der Stadt ausschöpfen

"Lieber zwölf motivierte Kandidaten mit Ideen als viele Ideenlose." Das behauptet der Bürgermeisterkandidat der SPD in Windischeschenbach. Das Potenzial der Stadt sieht er noch nicht ausgeschöpft.

Die Liste der SPD wird von Stefan Seitz (Fünfter von links) als Bürgermeisterkandidat angeführt.
von Ernst FrischholzProfil

Geschlossenheit zeigten die 29 Genossen bei der Nominierungsversammlung der SPD im Gasthof Zum weißen Schwan, die Gisela Birner vom Unterbezirk leitete. Dreh- und Angelpunkt war der Bürgermeisterkandidat und Listenführer, den Stadtrat Werner Sauer vorschlug. "Ein SPD-Mann durch und durch, 18 Jahre Stadtrat, große Erfahrung und Kompetenz", so umschrieb ihn Sauer. Er beherrsche sein Metier und könne mit Menschen umgehen. Das zeige er immer wieder aufs Neue. Stefan Seitz ist der Kandidat der SPD, dem dann auch ausnahmslos alle 29 Stimmen zuflogen.

"Ich möchte sehr gerne Bürgermeister dieser schönen Stadt werden, von der ich glaube, dass ihr Potential noch nicht ausgeschöpft ist", begann Seitz seine Vorstellung. "Erst wenn Schwarz weniger wird, wird es in Windischeschenbach bunter", so seine Aussage. Mit ihm würden die Windischeschenbacher echte Bürgernähe wählen. Das bedeute, dass diese künftig nicht mehr ohne Info und Aussprache Erschließungsbescheide in ihrem Briefkasten finden würden.

Seitz stellte das von der SPD und Bürgern mit ausgearbeitete ISEK (Städtebauliche Entwicklungskonzept) als Zukunftsfibel in den Blickpunkt. Sie zeige den Weg der nächsten Jahre auf. Kritik übte Seitz am Gebäudemanagement der Stadt. Er nannte das Beispiel Oberpfälzer Hof. Er werde gekauft, obwohl man kein Konzept dafür habe. Dass dann ein Investor von selbst komme, sei ein glücklicher Umstand für die Stadt.

Die Leer- und Teilleerstände seien erschreckend. Deutlichstes Beispiel sei der Bahnhof. Ein Treffpunkt für die Menschen in der Stadt sei für ihn wichtiges Thema, und hier erkenne er derzeit keine Initiative. Ganz unverständlich sei für ihn, dass Bürgerengagement nicht ernst genommen, ja sogar abgewürgt werde. Dabei gebe es so viele Bereich, in denen es die Bürger ins Boot zu holen gilt. Dazu müsse man auch teils ungewöhnliche Wege gehen und das laufende Gespräch mit Vereinsvorsitzenden und maßgeblichen Personen in der Stadt pflegen.

Der 56-jährige verheiratete Bankangestellte, Vater zweier Kinder, bezeichnete sich als kritikfähig und nicht nachtragend. Dies sei für ihn eine wichtige Basis, das Amt des Bürgermeisters gut auszufüllen. Im Falle dessen, würde er auf den Beamtenstatus verzichten. Ein Bürgermeister müsse nicht Beamter sein, so die Aussage von Seitz.

Stadtratsliste der SPD Windischeschenbach:

Stadtratsliste der SPD Windischeschenbach

1. Stefan Seitz (56), Stadtrat, Bankangestellter, Windischeschenbach; 2. Renate Nastvogel (50), Stadträtin, Verwaltungsangestellte, Windischeschenbach; 3. Werner Sauer (67), Stadtrat, Rentner, Neuhaus; 4. Katja Stessmann (33), Stadträtin, Architektin Dipl.Ing (FH), Windischeschenbach; 5. Frank Brünnig (48), Rollladen-Jalousie-Baumeister, Windischeschenbach; 6. Angela Erfurt (73), Rentnerin, Windischeschenbach; 7. Kurt Giehl (60), Verwaltungsbeamter, Windischeschenbach; 8. Heidi Schinner (48), Dipl.Ing (FH) Landschaftsbau, Windischeschenbach; 9. Josef Mayer (53), Versandarbeiter, Windischeschenbach; 10. Florian Ascherl (48), Geschäftsführer Futura, Windischeschenbach; 11. Armin Köhler (52), Rentner, Windischeschenbach; 12. Harald Krapf (66), Rentner, Windischeschenbach. Die Versammlung legte fest, dass die Kandidaten Platz eins bis Platz acht doppelt angeführt werden, um damit die 20 Listenplätze aufzufüllen. (fz)

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