18.10.2019 - 15:35 Uhr
AmbergSport

Bezirksliga Nord: Gipfeltreffen zum Rückrundenstart

Beim SV Etzenricht steigt in der 16. Runde der Bezirksliga Nord das Spitzenspiel gegen den SC Luhe-Wildenau. Der FC Amberg ist zu Gast bei der SpVgg SV Weiden II. In seinem dritten Derby in Folge trifft der SV Raigering auf den FV Vilseck.

Jubelnde Raigeringer, enttäuschte Vilsecker. Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Nord besiegten die Panduren den Aufsteiger mit 3:2. Am Samstag steht nun das Rückspiel auf dem Programm.
von Reiner Fröhlich Kontakt Profil

Mit einem Spitzenspiel beginnt die zweite Saisonetappe in der Fußball-Bezirksliga Nord. Der Zweitplatzierte SV Etzenricht, Absteiger aus der Landesliga, erwartet Aufsteiger SC Luhe-Wildenau, der vor dem 16. Spieltag mit 34 Punkten überraschend die Tabelle anführt. Punktgleich mit Etzenricht (30) liegt der SV Hahnbach auf Rang drei. Der Vorjahresvizemeister erwartet zum Auftakt der Rückrunde den FC Wernberg, der Viertplatzierte FC Amberg tritt bei der SpVgg SV Weiden II an, die nur ungern an das Hinspiel und die 1:5-Niederlage zurückdenkt.

Der SV Raigering beschließt seinen Derby-Dreierpack nach den Duellen mit dem FC Amberg und der DJK Ensdorf mit dem Spiel gegen den FV Vilseck. Der Aufsteiger belegt nach der Hinrunde Abstiegsplatz 15, zwei Punkte hinter der DJK Ensdorf, die beim 1. FC Schwarzenfeld antritt. Das Kellerduell steigt in Stulln: Der Tabellenletzte erwartet den zwei Ränge besser postierten TuS Kastl.

SV Raigering - FV Vilseck Sa. 13.30 Uhr

Gegen die DJK Ensdorf holte der SV Raigering am vergangenen Wochenende die von Trainer Martin Kratzer geforderten drei Heimpunkte. Der Panduren-Coach war mit der kämpferischen Einstellung und der Laufbereitschaft seiner Mannschaft sehr zufrieden. Spielerisch sieht er jedoch noch viel Luft nach oben. Die Gäste aus Vilseck haben ihre letzten vier Spiele nicht verloren und werden in Raigering alles versuchen, die Erfolgsserie fortzusetzen. Mit einem Sieg im Pandurenpark könnte die Liermann-Truppe die direkten Abstiegsplätze verlassen. Raigering wird jedoch dagegen halten, um mit einem weiteren Heimdreier ein Abrutschen ins Tabellenmittelfeld zu verhindern. Der letzte Sieg sollte den Panduren wieder Selbstvertrauen geben. Das Spiel beginnt bereits um 13.30 Uhr. Im Anschluss spielt die Reserve in der Kreisklasse Süd gegen den Tabellenführer TuS Schnaittenbach.

1. FC Schwarzenfeld - DJK Ensdorf Sa. 16 Uhr

Seit nunmehr sechs Spieltagen ist die DJK Ensdorf ohne Dreier. So nimmt sie derzeit mit 14 Punkten den Relegationsplatz ein. Will man nicht auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen, wäre es an der Zeit, beim FC Schwarzenfeld einen Sieg einzufahren. Dass dies in der derzeitigen Situation ein äußerst schwieriges Unterfangen wird, ist jedem klar. Die Abwehr der Vilstaler kassiert derzeit viele unnötige Treffer, und im Angriff läuft's ebenso wenig rund. Gegen diese allgemeine Verunsicherung helfen im Grunde nur Erfolge. Einen Sieg streben auch die Hausherren an. Das Team von Trainer Wolfgang Richthammer liegt weit hinter den Erwartungen zurück und weist lediglich drei Zähler mehr als die DJK auf. Bei einer Niederlage würden sich die Naabtaler mitten im Abstiegsstrudel befinden, so dass mit einer heiß umkämpften Partie zu rechnen ist.

Personell sieht es bei den Vilstalern nicht gerade rosig aus. Mit den verletzten Matthias Dotzler und Fabian Westiner sowie Julian Trager (Urlaub) fallen wichtige Spieler aus. Dazu sind beide Trainer, Christof Schwendner und Gerhard Grabinger, verhindert, so dass Thomas Weiß zu seinem Coach-Debüt kommt. Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten, denn Torhüter Max Hauer kann spielen, die lange verletzten Stefan Trager und Andi Weiß sind wieder ins Training eingestiegen und nehmen wohl auf der Bank Platz, auf der auch Masseur Sebastian Siebert aushilft.

SV Hahnbach - FC Wernberg So. 15 Uhr

(nrö) Für die Gäste aus Wernberg, die in der vergangenen Saison fast immer auf Platz eins standen und nur durch vier Niederlagen in den letzten fünf Partien einen der ersten beiden Ränge verspielten, läuft es in dieser Runde noch nicht ganz so gut. Mit 24 Punkten belegt das Team um Spielertrainer Christian Most derzeit Tabellenplatz sieben. Allerdings ist der Rückstand nach ganz vorne noch nicht zu groß, so dass dem FC Wernberg durchaus noch einiges zuzutrauen ist. Immerhin wurde nur eine der letzten neun Begegnungen verloren, dies zeigt deutlich, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist. Dies möchten die Wernberger natürlich auch in Hahnbach beweisen und werden dem Gastgeber sicher alles abverlangen.

Enttäuschte Gesichter gab es beim SV Hahnbach am vergangenen Wochenende. Mit einer schwachen Leistung musste man sich einer aggressiven und kampfstarken SpVgg Schirmitz geschlagen geben. Die Mannschaft schaffte es nicht, entsprechend dagegen zu halten und musste somit eine verdiente Niederlage hinnehmen. Aber Trainer Thorsten Baierlein ist überzeugt, dass man daraus gelernt hat und am Sonntag mit Sicherheit wieder ein anderes Gesicht zeigen wird. "Ich erwarte eine Reaktion der Spieler. Wenn wir uns gegen die starke Konkurrenz oben in der Tabelle behaupten wollen, müssen wir unbedingt diesen Dreier am Sonntag gegen den FC Wernberg einfahren und dürfen uns keine Nachlässigkeiten mehr erlauben." Personell gibt es keine Veränderungen, Jonas Dotzler fällt weiterhin verletzt aus.

SpVgg SV Weiden II - FC Amberg So. 15 Uhr

"Wir brauchen mal wieder ein Erfolgserlebnis," so umschreibt Weidens Trainer Michael Riester die aktuelle Situation seiner Mannschaft. Nachdem man vom zweiten bis achten Spieltag sieben Mal in Folge siegreich war, läuft das Team um Kapitän Tim Roith seither einem weiteren Sieg hinterher. Und darin liegt vermutlich auch das Problem, denn mit der Devise "Sieg um jeden Preis" hat man zum Teil sogar vernichtende Niederlagen kassiert. In der augenblicklichen Situation wäre man vielleicht gut beraten, wenn man auch in einem Unentschieden ein Erfolgserlebnis sehen würde.

Gegen den FC Amberg dürfte das auf jeden Fall so sein, kassierte man doch bekanntlich im Hinspiel eine deutliche 1:5-Niederlage. Die Amberger haben sich mittlerweile auf den vierten Platz vorgearbeitet und würden bei einem Erfolg im noch ausstehenden Nachholspiel beim TSV Detag Wernberg weiter nach oben rücken können.

Die Amberger werden alles daransetzen und die Gunst der Stunde, sprich die augenblickliche totale Verunsicherung der Weidener, ausnutzen wollen. Die gehen personell am Krückstock: Neben dem gesperrten Torhüter Marko Smodlaka sind Deniz Bock, Dominik Farmbauer, Jonas Heimerl und zu allem Übel auch noch Tobias Bernkopf verletzungsbedingt zu ersetzen.

TSV Stulln - TuS Kastl So. 15 Uhr

Nach der insgesamt unbefriedigend verlaufenen Hinrunde geht es für den TSV Stulln im ersten Rückrundenspiel den TuS Kastl um ganz wichtige Punkte. Mit nur sieben Zählern rangiert der Neuling auf dem letzten Tabellenplatz, was aber für den Trainer und seine Mannschaft kein Grund ist, frühzeitig aufzugeben und sich mit dem Gang zurück in die Kreisliga abzufinden.

Nach der neuerlichen knappen Niederlage gegen den TSV Detag Wernberg gab es für Christian Zechmann nur wenig Gründe zur Kritik. "Wir haben gegen den Favoriten ein gutes Spiel gezeigt. In Unterzahl haben wir sogar den Ausgleich erzielt. Einzig die Chancenverwertung war unser Manko", sagt er. Es war eines der besten Spiele, die seine Truppe in dieser Saison gezeigt habe. Das Auslassen bester Tormöglichkeiten zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherigen Begegnungen der Stullner. Am Sonntag geht es gegen den TuS Kastl darum, auf jeden Fall zu gewinnen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Der Gegner selbst weckt bei Trainer Zechmann gute Erinnerungen, denn das Hinspiel konnte gewonnen werden. Sicherlich werden sich die Gäste dafür revanchieren wollen. Doch die Platzherren sind gewappnet, sie wollen an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen und endlich den ersten Heimsieg einfahren. "Wir brauchen den Sieg, um nicht vorzeitig wegzubrechen", fordert Christian Zechmann, der seinen Kader vollständig zur Verfügung hat, nachdem auch Urlauber Andi Pitruski wieder zurück ist.

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