06.10.2019 - 20:39 Uhr
AmmerthalSport

Die Serie der DJK Ammerthal ist gerissen

Die besten Chancen nicht genutzt: Die DJK Ammerthal unterliegt beim Würzburger FV - und der Schiri übersieht ein Handspiel beim entscheidenden Tor.

Symbolbild
von Autor RBAProfil

Neun Mal infolge blieb die DJK Ammerthal zuletzt in der Bayernliga Nord unbesiegt, jetzt setzte es eine bittere 2:3-Niederlage beim Würzburger FV - eine völlig unnötige, die sich die Elf um DJK-Kapitän Bernhard Neumayer aber auch selbst zuzuschreiben hat. Denn was hier an klarsten Torchancen vergeigt wurde, passt schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut.

"Nach zehn Minuten müsste das Spiel eigentlich schon zugunsten der DJK Ammerthal aufgrund der vielen klaren Chancen gelaufen sein. Was für ein glücklicher Sieg für uns. Was Ammerthal im Spiel nach vorne speziell in den ersten gut 20 Minuten abgezogen hat, war schlichtweg beeindruckend", sagte ein überglücklicher WFV-Trainer Berthold Göbel.

Drei (!) hundertprozentige Chancen durch Patrick Pfahler, Christian Schrödl und Jonas Grunner (2./4./5.) blieben in einer furiosen Ammerthaler Anfangsphase ungenutzt, was sich am Ende noch negativ auswirkte. Zu allem Überfluss war beim 3:2-Siegtreffer der Unterfranken kurz vor Schluss auch noch die "Hand Gottes" im Spiel, was aber vom unterfränkischen Schiedsrichter großzügig übersehen wurde. Aber bis dahin hätte die Partie längst für die Ammerthaler durch eine Masse an Hochkarätern entschieden sein müssen, die Quittung folgte auf dem Fuß, die Nachlässigkeiten wurden bitter bestraft. Drei Standard- Tore, die aber auch ungenügend verteidigt wurden nutzen die Einheimischen zum überaus schmeichelhaften Heimsieg.

Für die überfällige DJK-Führung sorgte zunächst Andre Karzmarczyk (28.) nach einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter - 0:1. Wie aus dem Nichts der Ausgleich nur fünf Minuten später, als Moritz Lotzen bei einem Freistoß aus 25 Metern DJK-Schlussmann Christopher Sommerer auf dem falschen Fuß erwischte. In der 37. Minute stand die Partie dann völlig auf dem Kopf, nachdem Patrick Hofmann eine Ecke aus dem Gewühl heraus zur 2:1-Führung nutzte. Vier Minuten vor dem Seitenwechsel der Ausgleich durch ein Tor, das man locker unter der Kategorie "Tor des Jahres" einstufen könnte, als Konstantin Keilholz auf der rechten Außenbahn Maß nahm und den Ball in den Torwinkel zimmerte - was für ein Treffer.

Der zweite Durchgang verlief dann insgesamt von den Spielanteilen her etwas ausgeglichener, doch was das Chancenverhältnis anging, dies lag klar aufseiten der Gäste. Die Quittung folgte auf dem Fuß, nachdem der WFV einen mehr als fragwürdiger Freistoß aus dem Halbfeld zugesprochen bekam, den Fabio Bozesan aus Sicht der DJK irregulär zum 3:2-Führungstreffer nutzte (83.). Bei einem Konter vereitelte DJK-Torjäger Christian Schrödl durch einen 90-Metersprint (!) in der 92. Minute nach einem "Monstertackling" das sichere 2:4 und leitete damit die große Chance zum 3:3-Ausgleich ein - die erneut kläglich vergeben wurde.

"Wir haben im zweiten Durchgang auf die Systemumstellung des Gegners reagiert, sind auch gut aus der Halbzeit gekommen, hatten vier bis fünf hervorragende Einschussmöglichkeiten. Wir haben zum Schluss alles riskiert, wollten unbedingt auf Sieg spielen und wurden bitter bestraft. Dennoch glaube ich, dass wir ein richtig gutes Bayernligaspiel abgeliefert haben. Das ganz große Manko war einfach die katastrophale Chancenverwertung", so das Resümee von DJK-Trainer Dominik Haußner.

Würzburger FV - DJK Ammerthal 3:2 (2:2):

Würzburger FV: Koch – Drösler, Lorenz, Obrusnik – Tuba, Lotzen, Barthel (73. Bozesan), Schöming (69. Gehret), Hofmann – Dan, Michel (61. Schnell-Kretschmer).

DJK Ammerthal: Sommerer – Hausner, Kohl, Buchner, Gömmel – Neumayer, Karzmarczyk (46. Zitzmann), Keilholz (76. Mazanec) – Pfahler, Schrödl, Grunner (83. Hammer).

Tore: 0:1 (28., Foulelfmeter) Andre Karzmarczyk, 1:1 (33.) Moritz Lotzen, 1:2 (37.) Patrick Hofmann, 2:2 (41.) Konstantin Keilholz, 3:2 (83.) Fabio Bozesan – SR: Simon Marx (Kleinostheim) – Zuschauer: 320

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