13.08.2019 - 11:27 Uhr
EschenbachSport

Kein Wort zum Sport: Ludwig Schreml

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Schiedsrichter Ludwig Schreml, wie oft er als 82-Jähriger noch einen Waldlauf absolviert, dass er stundenlang im Fernsehen Snooker schaut und dass eine Tellersulz bei ihm zum Nachtisch zählt.

Ludwig Schreml.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Ludwig Schreml ist der dienstälteste Schiedsrichter im Fußballkreis Amberg Weiden. Der 82-Jährige pfeift für den SC Eschenbach und hat seit 1961 rund 8200 Spiele geleitet - ein einsamer Rekord. Der überaus fitte Senior will noch bis 2021 als Referee seinen Mann stehen: "Dann werde ich 85 und habe mein 60-jähriges Jubiläum als Schiedsrichter."

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Ludwig Schreml: Mir gefällt es in Eschenbach, meiner Rußweiher-Stadt, sehr gut. Mein Traum wäre ein bisschen außerhalb eine kleine Ranch mit vielen Kleintieren.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Ludwig Schreml: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft. Nicht so gut ist, dass ich etwas nachtragend bin.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Ludwig Schreml: Ich habe für die Schule nicht so viel gelernt. Gute Noten hatte ich nur in den Nebenfächern.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Ludwig Schreml: Landwirt. Als Elfjähriger habe ich mit Hilfe eines Kuhgespanns auf dem Acker den Pflug geführt. Das hat mir gefallen.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Ludwig Schreml: Streiche habe ich nicht gemacht. Aber ich kann mich daran erinnern, dass ich von einem Lehrer mal richtig benachteiligt wurde. Da ist mein Vater in der Pause im Klassenzimmer auf ihn losgegangen und hat ihn massiv zur Rede gestellt. Ich musst damals die Tür zuhalten, damit niemand rein konnte.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Ludwig Schreml: Ich trinke keinen Kaffee. Aber einen Tee würde ich gerne mit Angela Merkel trinken. Die Bundeskanzlerin ist bestimmt nicht fehlerfrei, aber insgesamt imponiert mir ihr Wesen und ihre Politik.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Ludwig Schreml: "Früher haben wir das immer so gemacht." Damit kann ich nichts anfangen. Die Zeiten ändern sich und damit auch die Verhaltensweisen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Ludwig Schreml: Eine Konstatieruhr. Ich war Brieftaubenzüchter und da braucht man eine solche Vorrichtung, um die Ankunftszeiten von heimkehrenden Brieftauben festzuhalten.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Ludwig Schreml: Bei Vanilleeis, bei meinem selbst gemachtem Erdbeerkuchen und bei der Tellersulz im Sportheim des TSV Kastl.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Ludwig Schreml: Ich schaue fast alle Quizsendungen und ganz viel Snooker. Da sitze ich manchmal halbe Nächte vor dem Bildschirm. Bei "Deutschland sucht den Superstar" oder sämtlichen Wiederholungen schalte ich weg.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ludwig Schreml: Da gibt es viele. In erster Linie natürlich die Schiedsrichterei. Dann bin ich dreimal in der Woche beim Schafkopfen. Auußerdem halte ich mich mit Waldlaufen fit. Ich laufe dreimal in der Woche jeweils 10 Kilometer. Meine größte Freude ist aber, wenn meine beiden Enkeltöchter am Wochenende von der Uni Regensburg nach Hause kommen.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Ludwig Schreml: ... nicht mehr Schuster werden wollen. Der Beruf hat mir nicht so gefallen.

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