18.10.2019 - 23:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Achterbahnfahrt für die SpVgg SV Weiden

Was für ein irres Spiel auf Kareths Höhen: Zunächst liegt die Wasserwerkelf mit zwei Toren zurück, dreht dann mit einer Energieleistung die Partie und kassiert in der Schlussphase binnen weniger Minuten zwei Platzverweise.

In dieser Szene brannte es lichterloh vor dem Gehäuse des TSV Kareth-Lappersdorf, doch die SpVgg SV Weiden konnte kein Kapital daraus schlagen. Am Ende setzte sich die Wasserwerkelf in einem turbulenten Spiel mit 3:2 durch.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Dieses Spiel war wahrlich nichts für schwache Nerven. Die SpVgg SV Weiden sprang durch einen dramatischen 3:2-Sieg beim TSV Kareth-Lappersdorf zumindest für ein paar Stunden wieder an die Tabellenspitze der Landesliga Mitte. "Das war eine irre, sehr schnelle Partie, in der es rauf- und runterging. Aber so ein Abend schweißt uns für die kommenden Spiele vielleicht sogar noch mehr zusammen", sagte Weidens Trainer Andreas Scheler zur freitäglichen Achterbahnfahrt. Schelers Erwartung ("Wenn die beiden besten Abwehrreihen der Liga aufeinandertreffen, werden nicht viele Tore fallen") widerlegte SpVgg-SV-Schreck Aaron Bice bereits nach zwölf Minuten. Der 27-jährige Angreifer drückte eine flache Hereingabe von Julian Kessner über die Linie - bereits sein fünfter Treffer gegen die Wasserwerkelf. Als nur sechs Minuten später Daniel Massinger einen Handelfmeter zum 2:0 für die Hausherren verwandelte, zeichnete sich ein düsterer Abend für die Scheler-Elf ab. "Das war genau das, was wir beim TSV Kareth vermeiden wollten", sagte Scheler. Doch mit zunehmender Spieldauer schüttelten die Schwarz-Blauen den Schock des frühen Zwei-Tore-Rückstands aus den Trikots und kämpften sich zurück ins Spiel. Der Lohn war der Anschlusstreffer von Benjamin Werner noch vor der Pause (32.). "Wir hatten uns in der Kabine vorgenommen, Vollgas auf das 2:2 zu gehen und dann zu schauen, was noch drin ist."

Josef Rodler erfüllte den Wunsch seines Trainers bereits vier Minuten nach Wiederbeginn und egalisierte. Und dann zog Scheler auch noch den richtigen Joker. Keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung drehte Moritz Zeitler die Partie zugunsten der SpVgg SV (62.). Von einer Entscheidung konnte trotzdem noch nicht die Rede sein. Zunächst musste Werner mit der Ampelkarte vom Platz (74.), dann schickte der Unparteiische auch noch Florian Rupprecht nach einem Scharmützel infolge eines Foulspiels mit der Roten Karte zum Duschen (78.). "Natürlich war es in doppelter Unterzahl dann eine Abwehrschlacht, aber wir hätten bei zwei Kontern auch das 4:2 machen müssen", beschrieb Scheler die letzten Minuten, in denen er und seine Akteure noch bangen mussten, ehe der wichtige Auswärtsdreier vor dem nun folgenden Derby daheim gegen die SV Grafenwöhr feststand.

Statistik:

TSV Kareth-Lappersdorf – SpVgg SV Weiden 2:2 (2:1)

TSV Kareth-Lappersdorf: Peter – Ludwig, Kirner, Kessner (64. Röhrl), Amann, Stollreiter (72. Witzmann), Massinger, Fehr, Wein (78. Fleischmann), Oppelt, Bice

SpVgg SV Weiden: Götz – Paulus, Rupprecht, Lang (81. Mandula), Hradecky, Graf, Rodler (90.+4 Trantina), Busch, Werner, Helleder, Heinl (61. Zeitler)

Tore: 1:0 (12.) Aaron Bice, 2:0 (18./Handelfmeter) Daniel Massinger, 2:1 (32.) Benjamin Werner, 2:2 (49.) Josef Rodler, 2:3 (62.) Moritz Zeitler – SR: Philipp Götz (SC Ettmannsdorf) – Zuschauer: 350 – Rot: (78.) Florian Rupprecht (Weiden) wegen einer Unsportlichkeit – Gelb-Rot: (74.) Benjamin Werner (Weiden)

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