19.01.2020 - 23:36 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils gehen im Oberpfalzderby unter

Die chancenlosen und völlig überforderten Weidener werden vom EV Regensburg gedemütigt. Das zweistellige Resultat spiegelt die Kräfteverhältnisse auf dem Eis exakt wider. Schon nach 20 Minuten war alles klar.

Zweistellige Klatsche im Oberpfalzderby: Die Blue Devils gingen am Sonntag gegen den EV Regensburg mit 2:11 unter. Hier verfolgt Michael Kirchberger den Regensburger Topscorer Richard Divis, rechts Devils-Keeper Jonas Neffin.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Nichts erinnerte am Sonntag an die Sternstunde zwölf Tage zuvor. Am 7. Januar hatten die Blue Devils beim EV Regensburg mit 8:4 gewonnen und sich im letzten Moment für die Meisterrunde qualifiziert. Die Neuauflage des Oberpfalzderbys in der Hans-Schröpf-Arena war eine einseitige Angelegenheit. Die Weidener gingen auch in der Höhe verdient mit 2:11 (0:5, 1:2, 1:4) unter.

"Wir haben mit einem guten ersten Drittel die Weichen gestellt", sagte der Regensburger Trainer Max Kaltenhauser. Nach einem 0:5- Rückstand sei es mental für den Gegner schwer, zurückzukommen. "So kommt dann so ein Ergebnis zustande." Der Weidener Coach Ken Latta war natürlich restlos bedient, nachdem sein ersatzgeschwächtes Team beim 0:2 am Freitag bei Spitzenreiter Memmingen noch gut dagegengehalten hatte. "In Memmingen haben wir mit der gleichen Mannschaft gute Defensivarbeit geleistet. Doch das war nur eine Momentaufnahme. Die 16-, 17-, 18- Jährigen haben auch heute alles versucht, doch es fehlt die Erfahrung. Zudem kam manch einer auf dem Zahnfleisch daher."

Wie in Memmingen mussten die Blue Devils auf sechs Spieler verzichten. Statt des am Freitag starken Jonas Neffin stand diesmal Daniel Filimonow zwischen den Pfosten. Für den Goalie war aber schon nach 20 Minuten und fünf Gegentoren Schluss. Regensburg dominierte von Beginn an klar, ging ein hohes Tempo und schoss eine 5:0- Führung heraus. Tomas Schwamberger (9. und 13. Minute), Xaver Tippmann (13./Überzahl), Erik Keresztury (18.) und Richard Divis (19.) waren die Torschützen.

Zum zweiten Drittel kam Neffin für Filimonow. Am Spielverlauf änderte sich nichts. Regensburg kontrollierte souverän das Geschehen. Nachdem die Blue Devils in Überzahl durch Ralf Herbst (33.) auf 1:5 verkürzt hatten, bauten Divis (35.) und Schwamberger (38.) den Vorsprung auf 7:1 aus.

Das Derby war längst entschieden und plätscherte im Schlussabschnitt zunächst so dahin. Regensburg wollte nicht, Weiden war bemüht, mehr aber auch nicht. In den letzten zehn Minuten gaben die Gäste nochmal Gas und machten es zweistellig. Nikola Gajovsky (53.), Keresztury (54.) und Nicolas Sauer (56./Überzahl) erhöhten auf 10:1. Nach dem 2:10 durch Marco Pronath (56.) stellte der vierfache Torschütze Schwamberger (58.) den Endstand her. Wenige Sekunden vor Schluss erwischte es Goalie Neffin bei einem Zusammenprall mit einem Gästespieler. Er wurde zur Untersuchung ins Klinikum gebracht.

"Wir müssen Energie tanken und uns auf die nächsten Spiele vorbereiten. Wir liegen jetzt sieben Punkte hinter Platz acht, geben aber nicht auf", erklärte Coach Latta. Am Freitag gehts zum SC Riessersee, am Sonntag um 18.30 Uhr gastiert der Tabellenzweite Deggendorfer SC in Weiden.

Blue Devils Weiden - EV Regensburg 2:11 (0:5, 1:2, 1:4)

Blue Devils Weiden:

Filimonow (ab 21. Neffin) – Herbst, Noe, Klein, Schusser, Feder, Schreyer – Geisberger, Clayton, Pronath, Maschke, Rubes, Bitomsky, Wolf, Kirchberger, Habermann, Arlt

EV Regensburg:

Holmgren – Vogel, Schütz, Tippmann, Weber, Bühler, Birner – Heger, Gajovsky, Divis, Ontl, Keresztury, Flache, Sauer, Schwarz, Tausch, Schwamberger, Mühlbauer

Tore:

0:1 (9.) Schwamberger (Sauer, Bühler), 0:2 (13.) Tippmann (Heger, Ontl), 0:3 (13.) Schwamberger (Sauer, Mühlbauer), 0:4 (18.) Keresztury (Ontl, Weber), 0:5 (19.) Divis (Gajovsky, Heger), 1:5 (33.) Herbst (Rubes, Noe), 1:6 (35.) Divis (Gajovsky, Schütz), 1:7 (38.) Schwamberger (Mühlbauer, Birner), 1:8 (53.) Gajovsky (Weber, Heger), 1:9 (54.) Keresztury (Ontl, Schütz), 1:10 (57.) Sauer (Weber, Schwamberger), 2:10 (56.) Pronath (Clayton, Noe), 2:11 (58.) Schwamberger (Weber, Tippmann)

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