19.10.2019 - 00:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

DEL2-Absteiger eine Nummer zu groß

Die Blue Devils bieten dem Deggendorfer SC bis Mitte des Spiels Paroli. Am Ende setzt sich aber der Oberliga-Spitzenreiter dank seiner enormen Qualität klar durch. Das Ergebnis war am Freitag allerdings nur Nebensache.

Die Blue Devils zogen am Freitagabend gegen Oberliga-Spitzenreiter Deggendorfer SC klar mit 0:6 den Kürzeren. Hier schießt der überragende Thomas Greilinger (rechts) zum 5:0 ein.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Für die Blue Devils war am Freitagabend gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der Oberliga Süd nichts zu holen. Die Weidener wehrten sich gegen den Deggendorfer SC zwar nach besten Kräften, letztlich waren sie aber chancenlos und verloren klar mit 0:6 (0:1, 0:3, 0:1). Der herausragende Akteur auf dem Eis war der langjährige DEL-Spieler Thomas Greilinger.

"Die Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Minute hart gearbeitet", sagte Devils-Coach Ken Latta, der trotz der klaren Niederlage mit der Leistung im Großen und Ganzen zufrieden war. Eigentlich sei Deggendorf nicht zu schlagen: "Diese Mannschaft hat Zweitliga-Niveau." Sein Kollege Dave Allison sagte, er sei im ersten Drittel überrascht gewesen, weil Weiden ziemlich stark war. "Im zweiten und dritten Drittel waren wir dann klar überlegen."

Ohne Philipp Siller

Während bei den Blue Devils Tomas Rubes dabei war, musste Philipp Siller passen. Trainer Latta krempelte die Angriffsreihen um: Für Siller stürmte Kevin Piehler neben Rubes und Martin Heinisch. Den zweiten Block bildeten Chase Clayton, Marco Habermann und Paul Wolf, den dritten Herbert Geisberger, Michael Kirchberger und Marco Pronath.

Der läuferisch und technisch überragende DEL2-Absteiger gab von Beginn an den Ton an, die Blue Devils standen aber zunächst gut in der Defensive. Brandgefährlich vor dem Kasten des starken Daniel Filimonow wurde es immer, wenn die Deggendorfer Paradereihe mit Greilinger, Christoph Gawlik und Kyle Osterberg auf dem Eis war. Die Blue Devils kamen erst nach zehn Minuten im Powerplay zu ersten Möglichkeiten. Eine dicke Chance hatte Kevin Piehler (14.), als er alleine auf DSC-Goalie David Zabolotny zusteuerte, aber scheiterte. Wenig später liefen die Weidener in einen Konter, den Greilinger zum 0:1 abschloss. (15.).

Nach Wiederbeginn setzten die Niederbayern ihren Angriffswirbel fort, Filimonow hielt die Blue Devils mit tollen Paraden im Spiel. Auf der Gegenseite hatte Chase Clayton in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Ab Mitte des zweiten Drittels münzten die Gäste ihre Überlegenheit in Tore um und sorgten innerhalb von vier Minuten für die Entscheidung: Christoph Gawlik (31.), Marcel Pfänder (33.) und Andrew Schembri (35.) erhöhten auf 4:0. Im Schlussabschnitt legten Greilinger (49.) und Schembri (60.) noch zwei Tore nach.

Die Blue Devils (11 Punkte) sind durch die Niederlage auf Rang neun zurückgefallen. Am Sonntag wartet die nächste schwere Aufgabe, um 18 Uhr treten die Weidener beim Tabellenfünften SC Riessersee an.

Die Niederlage war am Freitag aber nur Nebensache. Die Fans feierten Marcel Waldowsky, der kurz vor dem Saisonstart wegen einer Knieverletzung seine Karriere beenden musste. "Waldi" wurde vom Verein gebührend verabschiedet (Bericht folgt).

Blue Devils Weiden - Deggendorfer SC 0:6 (0:1, 0:3, 0:2)

Blue Devils Weiden: Filimonow – Noe, Poldruhak, Herbst, Schusser, Schreyer, Klein, Bäumler – Habermann, Clayton, Wolf, Piehler, Rubes, Heinisch, Geisberger, Kirchberger, Pronath, Maschke

Deggendorfer SC: Zabolotny – Stern, Pietsch, Schmid, Wolfgramm, A. Gawlik, Kischer, Pfänder – Döring, Leinweber, Janzen, C. Gawlik, Wolf, Greilinger, Brunner, Schembri, Osterberg, Seidl, Röthke

Tore: 0:1 (15.) Greilinger (Osterberg, C. Gawlik), 0:2 (31.) C. Gawlik (Osterberg, Greilinger), 0:3 (33.) Pfänder (Schembri, Leinweber), 0:4 (35.) Schrembri (Pietsch, A. Gawlik), 0:5 (49.) Greilinger (C. Gawlik, Osterberg), 0:6 (60.) Schembri (Stern) – Schiedsrichter: Becker – Zuschauer: 1294 – Strafminuten: Weiden 4, Deggendorf 6

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