26.01.2020 - 19:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Glanzloser Sieg

Die erwartete und vom Trainer verlangte Trotzreaktion ist am Samstag in der Weidener Thermenwelt ausgeblieben. Bis auf die ersten drei furiosen Spielminuten waren die Weidener Wasserballer wenig überzeugend und ziemlich leidenschaftslos.

Torwart Christopher Klein war wieder ein großer Rückhalt für die Weidener Wasserballer.
von Autor PRGProfil

Weiden.

"Der Gegner war nicht sonderlich stark aufgestellt. Wir müssen ihn eigentlich aus der Halle schießen. Wir waren zu uneffektiv, die Chancenausbeute muss besser werden", ärgerte sich Kapitän Thomas Kick nach dem 16:14-Sieg gegen den Düsseldorfer SC. Der Start in das Spiel war das Beste, was die Zuschauer in der Thermenwelt zu sehen bekamen. Mit 4:0 lagen die Hausherren schon nach drei Minuten in Führung. Die ersten Angriffe wurden schnell und präzise durchgeführt und ließen schnell auf ein Schützenfest der Gastgeber hoffen. Doch es kam anders. Die Oberpfälzer verloren abrupt ihre Linie, die Spannung ließ sichtbar nach und Verunsicherung machte sich nach und nach breit.

Anstatt mit einer Führung von fünf oder sechs Toren in die erste Pause zu gehen, bekam der SV drei Treffer in Folge und verspielte damit den komfortablen Vorsprung. Nach dem 4:3 im ersten nahm das Spiel im zweiten Viertel einen ähnlichen Verlauf. Die Hausherren vergaben etliche Chancen und schafften es nicht, leichte Gegentore zu vermeiden. Die geschwächt aufgestellten Westdeutschen glichen zum 4:4 aus und gingen mit 6:5 und 7:6 in Führung. Nach einem Hattrick gingen die Max-Reger-Städter aber mit einem 9:7 in die Halbzeit. Nicht gerade sehenswert, aber schon solider als davor, gewann der SV Weiden das dritte Viertel mit 4:2 und setzte sich damit vorentscheidend auf 13:9 ab. Nachdem auch die ersten zwei Treffer des Schlussviertels den Hausherren gehörten, war die Partie knapp fünf Minuten vor Ende (15:9) bereits entschieden. In den letzten Spielminuten erlebten die Zuschauer einen wiederholten Spannungsabfall in den Reihen des Teams um den guten Torwart Christopher Klein, aber am Ende stand ein knapper 16:14-Sieg.

Damit wurden ganz wichtige Punkte eingefahren und die Weidener bleiben im Soll. Allerdings sind die Verantwortlichen mit der Art und Weise der Vorstellung nicht zufrieden: "16 Tore im Angriff sind zunächst einmal gut, aber 14 zu bekommen war viel zu viel. Es lag hauptsächlich an individuellen Fehlern und schlechter Kommunikation. Die Einstellung stimmte heute nicht ganz, die Jungs hatten das Spiel zu früh in den Köpfen schon gewonnen", sagte Trainer Thomas Aigner nach dem Schlusspfiff.

Aber unterm Strich zähle nur der Sieg. "Wir haben jetzt zwei wenig überzeugende Spiele hinter uns und werden alles daran setzen, dass es gegen Hamburg und vor allem in zwei Wochen gegen Würzburg besser aussieht", so der Coach. Seine Mannschaft müsse unbedingt nachlegen und besser werden, wenn sie noch rechtzeitig die Kurve kriegen will.

Am Samstag gibt der Aufsteiger und Tabellenführer Hamburg in der Thermenwelt seine Visitenkarte ab. Eine Woche später, am 8. Februar, gastiert der zweite Aufsteiger Würzburg in Weiden zu einer weiteren Auflage des Bayernderbys in der Deutschen Wasserball-Liga.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.