Update 23.09.2019 - 18:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Karriereende für Marcel Waldowsky

Großer Verletzungsschock für die Blue Devils Weiden: Weniger als eine Woche vor dem Saisonstart muss der Eishockey-Oberligist einen personellen Rückschlag verkraften. Der Publikumsliebling zieht die Schlittschuhe aus – für immer.

Marcel Waldowsky muss seine Eishockey-Karriere verletzungsbedingt beenden.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der punktbeste Spieler in der Geschichte der Blue Devils Weiden, Marcel Waldowsky, muss seine aktive Eishockey-Karriere beenden. Das gaben der Spieler via Facebook und der Verein in einer Pressemitteilung am Montagmittag bekannt. Während der Vorbereitung war bei Waldowsky eine alte Knieverletzung wieder aufgebrochen. Aufgrund dieser Verletzung ist es für den 34-jährigen Stürmer nicht mehr möglich, Eishockey zu spielen. "Durch seinen unermüdlichen Einsatz avancierte Waldowsky nicht nur zu einem der Leistungsträger in den Reihen der Blue Devils, sondern auch zum Publikumsliebling. Seine Loyalität gegenüber dem Verein war stets sehr vorbildlich", heißt es in der Mitteilung. "Dieser Schritt kam für uns äußerst überraschend. Der Härtetest beim TUR-Eishockey-Cup hatte zunächst gar nicht schlecht ausgesehen", zeigt sich Franz Vodermeier, Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH, gegenüber Oberpfalz-Medien geschockt. Der Verein und auch Waldowsky selbst waren zunächst davon ausgegangen, dass das lädierte Knie zumindest in dieser Saison nochmal hält. In der 34-jährigen Geschichte des 1. EV Weiden ist "Waldi" einer der erfolgreichsten und auch beliebtesten Spieler, die je für die Blue Devils die Stiefel geschnürt haben. "Durch seine professionelle Einstellung nahm Waldowsky auch eine Vorbildfunktion für viele junge Spieler ein. In jedem Spiel agierte er mit Kampf, Leidenschaft und Siegeswillen für seine Blue Devils", heißt es in der Vereinsmitteilung weiter.

"Waldis" Erklärung im Wortlaut

Waldowsky kam zur Saison 2004/05 aus Deggendorf nach Weiden. Nach drei Jahren in der Oberpfalz wechselte "Waldi" zu den Tölzer Löwen, ehe er zur Spielzeit 2009/10 nach Weiden zurückkehrte. Dabei war er eine der tragenden Säulen auf dem Weg von der Landesliga zurück in die Oberliga. In 512 Pflichtspielen brachte es Waldowsky auf 228 Tore und 402 Assists für die Blue Devils und belegt mit 630 Punkten den ersten Platz in der "ewigen Scorerliste" – mit großem Abstand vor Jan Penk (466 Punkte) und Michal Piskor (406 Punkte). "Auf der einen Seite ist es unglücklich, so eine Meldung wenige Tage vor Saisonstart zu erhalten. Andererseits bin ich auch froh, dass wir diese Personalie, die aufgrund ihrer Wichtigkeit und ‚Waldis‘ Beliebtheit zwangsläufig stetige Fragen nach sich gezogen hätte, nicht noch länger mit in die Serie hineingezogen haben", ist Vodermeier zwiegespalten. Da Waldowskys Abschied nicht vorhersehbar gewesen sei, haben die Blue Devils auch keinen sofortigen Plan B parat. Sowohl was die Zukunft des Fanlieblings im Verein als auch einen Ersatz auf dem Eis angeht. "Welche Rolle ‚Waldi‘ zukünftig einnehmen wird, müssen wir sicherlich noch gemeinsam diskutieren und ausarbeiten. Hierzu werden wir uns Gedanken machen, damit er den Blue Devils erhalten bleibt." Im Kader klaffen nach dem Deichstetter-Abgang zwei Lücken. Ein Verteidiger und ein Stürmer sollten noch nach Weiden kommen. "Wir werden gewiss keinen Schnellschuss landen, nur damit wir auf Teufel komm raus jetzt jemanden verpflichten. Neue Spieler müssen sowohl menschlich als auch sportlich zu uns passen", übt sich der Geschäftsführer in Geduld. Ken Latta und die Verantwortlichen seien "mit offenen Augen" unterwegs, allerdings sind "derzeit alle Vereine noch auf der Suche, was die Sache zusätzlich erschwert". Schwierig dürfte auch der Oberliga-Auftakt am Freitag für die Devils-Fans werden: Das erste Pflichtspiel ohne "Waldi".

Kommentar zum Karriereende Marcel Waldowskys

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